Kurzer Zivildienst kann verlängert werden


Berlin (rd.de) – Die Einigung der Regierungskoalition im Streit um die Verkürzung des Zivildienstes stößt bei den Hilfsorganisationen auf Zustimmung. Das Problem der mangelnden Planungssicherheit ist aber nur zum Teil gelöst.

CDU/CSU und FDP haben sich auf die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes verständigt.

Wer nach Beginn des Zivildienstes erkennt, dass er diesen Dienst, vielleicht auch berufsvorbereitend, weiter ausüben möchte, bekommt die Möglichkeit, sich für eine Verlängerung zu entscheiden. Eine solche Verlängerungsoption für drei bis sechs Monate kann dann noch bis zu zwei Monate nach Beginn des Zivildienstes gewählt werden.

Die Einigung der Koalition zur freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes wird von den Maltesern begrüßt. „Die Möglichkeit, den Zivildienst freiwillig um drei bis sechs Monate zu verlängern, ist wichtig. Wir hoffen, dass viele junge Männer von der Möglichkeit Gebrauch machen werden“, sagt der Geschäftsführende Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Johannes Freiherr Heereman, in einer ersten Stellungnahme. Die Malteser rechnen damit, dass rund 30 Prozent der Männer eines Jahrgangs freiwillig ihren Dienst verlängern.

Auch das Deutsche Rote Kreuz hat die Einigung zum Zivildienst begrüßt. „Es wäre wünschenswert, wenn für lernintensive Plätze wie im Rettungsdienst eine Ausnahmeregelung gefunden würde“, kommentierte Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, die erzielte Einigung. „Die in der Gesetzesnovelle vereinbarte Restriktion, den Zivildienst erst zwei Monate nach Dienstbeginn verlängern zu können, nimmt den Einsatzstellen jede Planungssicherheit“, kritisierte das DRK und fordert deshalb, dass sich Bewerber um Einsatzstellen im Rettungsdienst gleich zu Beginn auf die freiwillige Verlängerung festlegen.

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