KTW-Besatzung rettet Jecken mit AED


Osnabrück (ASB) – 20 freiwillige Helferinnen und Helfer des Arbeiter-Samariter-Bundes waren auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie bei der medizinischen Absicherung der Jecken in Osnabrück.

Den Auftakt des Einsatzes am Ossensamstag hat wie gewohnt ein gemeinsames Frühstück aller rettungsdienstlichen Einsatzkräfte, auch von anderen Hilfsorganisationen, beim ASB dargestellt. Gut gestärkt ging es danach zum Sanitätsdienst.

„Wir kümmern uns in diesem Jahr mit um einen Behandlungsplatz, stellen so genannte Fußstreifen sowie unsere Rettungs- und Krankentransportwagen zur Unterstützung des Regelrettungsdienstes zur Verfügung,“ berichtet Olaf Künkler vom ASB. Der ausgebildete Rettungsassistent, der beim ASB unterdessen die Pflegedienstleitung des Ambulanten Pflegedienstes übernommen hat, tauscht an diesen Tagen gern einmal seinen Schreibtisch gegen die Rettungsdienstuniform. Das sei eine willkommene Abwechslung, sagt er.

Nach Polizeiangaben waren 50.000 Zuschauer auf den Beinen, als sich ab 11:11 Uhr der Umzug begann durch die Osnabrücker Straßen zu ziehen. Der Rettungsdienst hatte um die 50 Einsätze und einige ambulante Behandlungen zu verzeichnen. Die Einsätze wurden, in guter Tradition, zusammen mit der Feuerwehr durch zwei Transportleiter des ASB koordiniert.

Herzstillstand erfolgreich behandelt

Besonders erwähnenswert war, dass eine Krankenwagenbesatzung des ASB erfolgreich mittels eines automatischen externen Defibrilators (AED) einer Person mit Herzstillstand helfen konnte und der Patient daraufhin mit wieder schlagendem Herz in ein Osnabrücker Krankenhaus eingeliefert werden konnte. Die gerade erfolgte Anschaffung weiterer AEDs war somit mehr als sinnvoll.

Über die normale Zeit des Sanitätsdienstes hinaus unterstützten zwei zusätzliche Krankenwagen des ASB den normalen Rettungsdienst. Die ehrenamtlichen Helfer hatten bis in den späten Abend hinein zu tun.

2 Responses to “KTW-Besatzung rettet Jecken mit AED”

  1. Jörn Fries on März 8th, 2011 11:45

    Der hier geschilderte aktuelle Fall zeigt meines Erachtens eindrucksvoll, dass (1) AED-Geräte Leben retten KÖNNEN, (2) AM BESTEN geschultes Personal (das kann auch der Ersthelfer sein!) den AED im Fall des Falles bedient und deshalb (3) AED-Geräte nicht nur auf JEDES Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes, Krankentransportes, Katastrophenschutzes, der Feuerwehren und der Polizei sowie auf Fahrzeuge des so genannten „Medizinischen Transportmanagements“ (auch als „nicht-qualifizierter Krankentransport“ oder „Kranken-/Liegendfahrten“ bekannt) sondern auch an exponierte öffentlich (zugänglich)e Plätze gehören.

    Närrische Grüße aus dem nicht-kommunalen Südwesten

    PS: Ein solcher öffentlich zugänglicher Platz ist zum Beispiel der Stuttgarter Hauptbahnhof. Dort im mittleren Zugang befindet sich seit Kurzem ein öffentlich zugänglicher AED – und zwar im Eingangsbereich der dortigen Toilettenanlage! Draußen weist – leider ein nicht der DIN-Norm D-E017: AED entsprechendes – Schild des US-amerikanischen AED-Herstellers auf diesen „Lebensretter“ hin. Schade nur, dass das dort tätige Personal (1) nicht immer der deutschen Sprache mächtig ist und (2) das dort tätige Personal nicht weiß, was ein AED ist…

  2. Sani0815 on März 8th, 2011 21:36

    siehe akt. DIN EN 1789 – AED ist auf Krankenwägen PFLICHT. Allerdings verkaufen es manche Organisationen so, als sei das ein besonderes Extra…..

    „Meine“ KTW sind alle mit AED ausgerüstet, auch die, die lt. DIN EN auf Grund ihres Alters nicht mehr bzw. noch nicht damit ausgerüstet sein müssten. Macht ja auch keinen Sinn, einem Patienten eine Hilfe vorzuenthalten, weil er zufällig das Pech hat, ein 3 Jahre altes Auto vor Ort zu haben und „damals“ eben noch keine AED Vorschrift waren….

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