Kritik am Ausbildungsgang für Notfallsanitäter


Berlin (DFV) – Künftig soll der so genannte Notfallsanitäter der höchstqualifizierte nichtärztliche Ausbildungsberuf sein. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF Bund) kritisieren den Ausbildungsgang zum Notfallsanitäter, der nach dem bisherigen Entwurf kaum in die Feuerwehrlaufbahn passt.

Die künftige Ausbildung soll statt zwei künftig drei Jahre dauern. Dabei pochen AGBF und DFV auf den bewährten Praxisbezug an den Rettungsdienstschulen der Feuerwehren. “Es sollten nicht ausschließlich Akademiker lehren, wie dies im Referentenentwurf für die Zukunft geplant ist”, sagt Karl-Heinz Knorr, stellvertretender Bundesvorsitzender der AGBF. Dies sei weder umsetzbar noch sachgerecht. Knorr: “Feuerwehr ist ein ganzheitliches Hilfeleistungssystem mit modularem Aufbau und einheitlichen Strukturen. Wir brauchen Ausbilder, die in dieser Welt zu Hause sind.”

Feuerwehren können den Rettungsdienst aufgrund der vorhandenen Standorte und des größeren Personalpools nach Überzeugung ihrer Spitzenorganisationen auch sehr effizient leisten. Deshalb kämpfen DFV und AGBF dafür, dass auch die Ausbildung zum Notfallsanitäter in das bestehende Laufbahnmodell passt und vernünftig leistbar ist. “Sowohl der Rettungsassistent, als auch der Rettungssanitäter sind bewährte Qualifikationen, deren Inhalte für die Ausbildung anzuerkennen sind”, fordert DFV-Vizepräsident Ludwig Geiger. “Hierfür müssen ein modularer Aufbau der Ausbildung sowie die uneingeschränkte Anrechenbarkeit von bestimmten Inhalten der Feuerwehr-Ausbildung erhalten bleiben”, ergänzt Knorr die Forderungen der Feuerwehren.

AGBF und DFV plädieren für eine zehnjährige Übergangsfrist. Bisher ist vorgesehen, dass Rettungsassistenten nur innerhalb von fünf Jahren durch Nachprüfung zum Notfallsanitäter ernannt werden können. Der DFV und die AGBF gehen außerdem davon aus, dass den Feuerwehren – und damit den Kommunen – durch den neuen Ausbildungsberuf keine Mehrkosten entstehen.

Weitere offene Fragen zu dem neuen Berufsbild sind etwa geregelte Notkompetenzen oder die Integration der Führerschein-Ausbildung. Die Besetzung der Rettungsmittel und der künftige Wert der Ausbildung zum Rettungssanitäter sind dagegen Ländersache.

Die ausführliche gemeinsame Stellungnahme von AGBF und DFV zu Novellierung des Berufsbildes Rettungsdienst steht im Internet zum Download unter www.feuerwehrverband.de/novelle-berufsbild-rettd.html

24 Responses to “Kritik am Ausbildungsgang für Notfallsanitäter”

  1. Anita Frick via Facebook on Juli 6th, 2012 13:40

    Danke, Endlich ein Verband der ein Praxisgerechtes denken hat.

  2. Jörn on Juli 6th, 2012 14:16

    Hm, also ich bin “Rettungsbär” und Akademiker. Was spricht dagegen, dass Lehrende an NFS-Schulen akademisch ausgebildet sein müssen – zusätzlich zu/neben ihrer rettungsdienstlichen Ausbildung?

    Ein schönes Wochenende wünscht aus dem Südwesten der Republik

    Jörn

  3. Jan-Helge Goralski via Facebook on Juli 6th, 2012 14:49

    Da nährt sich wieder meine Meinung das die Berufe des Feuerwehrmannes und des Retters um hier mal keine Berufsbezeichnung zu nutzen zwei solch Komplexe Berufe sind die wenn man sie Beide 100% machen will nicht miteinander kompatibel sind. Andererseits sehe ich es so, das dann eben die Ausbildungen im Brandschutz entsprechend angepasst werden müssen. Ich meine wir sprechen hier über die Versorgung und Rettung von Menschenleben und nicht von Apfelsinenkisten. Das Immer mehr Kritik laut wird, war mehr als zu erwarten. Erst wurde Jahrelang nach einer Novelle förmlich geschrien und nun, ist Sie in den Startlöchern und richtig ist es wieder nicht. Zugegebenermaßen gibt eben dem einen oder anderen Diskussionsbedarf und vielleicht noch eine kleine Anpassung,doch im Grossen und Gnzen befürworte ich es dennoch und freue mich die Ausbildungsinhalte der Ergänzungslehrgânge zu sehen. Denn so, trennt sich die Spreu vom Weizen. Spannend war es zu lesen, das der Rettungssanitäter eine Stellung in einigen Feuerwehren bekleidet. Darüber hat sich noch niemand pikiert und gar nicht das dieser wenn ich es noch richtig im Kopf habe mit der Einführung des NotfSanG an Bedeutung verlieren soll. In meine was die rettungsdienstliche Ausbildung in Deutschland betrifft hinken wir hier Jahre hinterher und wir sollten dröhnende dankbar sein einen Schritt in die richtige Richtung zu machen und endlich aus dem Rettungsdienst abschatten heraus treten. Außerdem lösen wir uns dann ein wenig von der Abhängigkeit der Ärzteschaft. In will unser deutsches Notarztsystem ganz und gar nicht abschaffen wollen oder in Abrede stellen doch zum Vergleich zu meineArbeitsort ist es ein immenser Unterschied und uns allen tut eine Erweiterung unserer Kompetenzen mehr als gut. Die Diskussion der aufkommenden Rettungsrambos die erst Medis geben und dann Basics machen ist mir auch nicht fremd, doch diese Kollegen gab es auch schon früher. Wollen wir mal objektiv betrachten, Krwnkenschwestern sowie Heilpraktikern ist es gestattet Medikamente zu verabreichen und medikamentöse Therapien jeglicher Art und Weise durchzuführen. Dem Retter ist dieses aufgrund der nicht Beachtung im Heilpraktikergesetz nicht gestattet. Da stimmt etwas nicht finde ich.

  4. Christian Micky Krause via Facebook on Juli 6th, 2012 17:45

    @ Hinze das glaub ich wohl eher nicht. Meinst du dsas es dann auch gerecht ist das ein BF-mann mehr Geld bekommt als ein RA der genauso viel Arbeitet???

  5. Glutarios on Juli 6th, 2012 19:56

    Ist es wirklich sinnvoll in der Notfallrettung und den Brandschutz Ausgebildet zu sein?

    Ich finde das nicht. Denn beide Berufsfelder sind Komplex. Desweiteren wird seit langen schon gefordert das der RA mehr Kompetenz bekommt und in seiner tätigkeit mehr Rechtssicherheit bekommt. Auch wird eine Verlängerung der Ausbildung von 2 Jahren auf 3 Jahren gewünscht. Außerdem gibt es genug Feuerwehrmänner die eigentlich nicht auf ein RTW sitzen wollen, aber es durch sein Arbeitgeber müssen.

    Ich selber fand das Jahr Schule anstregend und sehr kurz für das Komplexe wissen was gelernt wurden musste. Bei den mehr Kompetenzen die dann der zukünftige NotSan bekommt und des Komplexen Berufsfeld ist es halt wichtig eine dem Entsprechende lange Ausbildung zu haben. In anderen Berufen wird die Schulische Ausbildung an Berufschulen mit Pädagogischer ausgebildeten Lehrkräften durchgeführt, wieso dann nicht auch die Rettungsdienstfachkraft? Auch die Ausbildung in ein Dualensystem statt finden zulassen finde ich gut. Dadurch kann der angehende NotSan sein gelerntes wissen nach und nach in der Praxis umsetzen.

  6. charlie-zulu on Juli 6th, 2012 20:56

    “Helge du hast keine Ahnung denn wer Berufsfeuerwehrmann ist hat die Geistige Befähigung beide Berufe zu vollsten Zufriedenheit am Bürger auszuüben.”

    Es sollte hier nicht darum gehen, beide Berufe gegeneinander aus zu spielen oder die geistige Leistung der einen geistigen Fähigkeiten anderer Personengruppe in Frage zu stellen. Hört sich nach verletztem Ego an..

    Fraglich ist doch, wieso überhaupt zwei derartig komplexe und verschiedene Berufe/Berufsbilder unter einen Helm gehören (sollen).

    Zu dem hat sich meiner Erfahrung nach immer wieder gezeigt, dass die meisten Feuerwehrleute von sich selbst sagen, dass sie überhaupt kein (großes) Interesse an der Notfallrettung haben.
    Der weiße Dienst wird eher als Last gesehen, denn, so zumindest die Aussagen, die ich immer wieder gehört habe, sie sind nicht wegen der medizinischen Komponente zur FW gegangen. Ist ja auch logisch und nicht verwerflich!

    Zugegebener Maßen sind die jüngeren Kollegen noch einigermaßen motiviert..

    Es muss aber beachtet werden, dass die Notfallrettung immer hinten ansteht. Ich habe noch keine Feuerwehr gesehen, deren Notfallrettung auf Augenhöhe mit dem Rest ist!

    Vielleicht sollte eher die Feuerwehr unstrukturiert werden als dass die Notfallrettung sich an die FW anpassen muss. Nur so ein Gedanke.

  7. charlie-zulu on Juli 6th, 2012 20:58

    Mh, wenn ich mir das so ansehe muss ich wieder fest stellen: Die Texte nicht mit dem Handy verfassen!

  8. Andreas Wicke via Facebook on Juli 7th, 2012 12:48

    Ein BF Mann hat ja zwei Berufe und der RA nur einen. Daher ist es gerechtfertigt!

  9. der Münchner on Juli 8th, 2012 08:44

    @ Christian M. Krause
    auch wenns nicht auf FB landet: Die Angestellten des öffentlichen Dienstes haben daher in der Vergangenheit die gleichen Zulagen (Orts-, Familien-, Kinderzuschlag) bekommen, wioe die Beamten um eine ungleichbehandlung zu vermeiden. Dies wurde ja mit dem neuen TVöd abgeschafft, da es dies in der freien Wirtschaft auch nicht gibt. Damit drifftet das Gehalt immer mehr auseinander Und das der BF Mann mehr bekommt, liegt daran, dass er nicht als RA angestellt ist, sondern als Beamter des feuerwehrtechnischen Dienstes, der halt auch Rettungsdienst fährt.

  10. Manu on Juli 8th, 2012 10:46

    Bezahlung ist eine Frage des Arbeits- bzw. Tarifvertrages. Krankenschwestern sind bei klinischer Beschäftigung Assistenzpersonal und dürfen nicht per se Medikamente etc. verabreichen. Als Selbstständige (Homecare) sind Gesundheitspfleger auch an die ärztliche Anordnung gebunden. Der RA ist vom HeilpG gar nicht betroffen, da es auf ihn nicht anwendbar ist, da ansonsten der Beruf schon rechtswidrig wäre. Als Beamter des mittl. fw-techn.-Dienstes, in der Regel Brandmeister mit RS bzw. RA -Ausbildung, wäre ich aber Vorsichtig, da im Beamtenrecht eine direkte Haftung (zivil und strafrechtl.) vorliegt. Bei Angestellten haftet primär der Arbeitgeber (AG). Also ist die Anwendung von sog. Notkompetenzmaßnahmen nicht eine Frage der Ausbildung sondern der anwendung des Weisungsrechts des AG UND der FORTBILDUNG. Stets handelt der RA nach bestem Wissen und Gewissen. Würden die AG und Leistungsträger im RD ihr Personal nach den gesetzl. Vorgaben auch wirklich fortbilden und ernsthaft die versorgungs- und organisationstaktischen Probleme aufgreifen und lösen, wäre ein NFS-gesetz völlig überflüssig.
    Also was soll das gegenseitige “Gehacke” ?? Solange die Gesundheitsministerien der Länder nicht in der Lage sind, die Entgelfrage im SGB V so zu regeln, dass die Leistung RD NICHT an den Transport gebunden ist, braucht es auch kein NFS-Gesetz.

  11. 242813 on Juli 8th, 2012 12:42

    Ich will jetzt nichts verallgemeinern, aber im Vergleich, finde ich, dass die Rettungskräfte der HiOrgs in Qualifikation und Professionalität den Männern und Frauen der Berufsfeuerwehr weit überlegen sind. Daher nehme ich Abstand vom Bild des Feuerwehrmannes als Rettungsfachkraft und den Einsatz der BFW im Regelrettungsdienst. Ich würde mich wohler fühlen von jemanden behandelt zu werden, der sagt “Mein Beruf ist der Rettungsdienst”, als jemand der sagt “Mein Beruf ist Feuerwehrmann, aber der Rettungsdienst gehört halt irgendwie auch dazu”.
    Daher fände ich es auch bescheuert, wenn der Gesetzesentwurf, der durchaus sinnvolle Ansätze hat und bestimmte Probleme im RD beseitigt (über den Namen lässt sich streiten) dadurch ins kippen gerät.

    MfG

  12. SH on Juli 8th, 2012 16:16

    Da kann ich meinen Vorrednern 242813 und charlie-zulu nur zustimmen.
    Auch meiner persönlichen Erfahrung nach wird von den Feuerwehren der Rettungsdienst eher als notwendiges Übel gesehen denn als Berufung. Es scheint dort offenbar kaum jemand verstanden zu haben, dass Rettungsdienst eben nicht nur “Feuerwehr plus” ist.
    Wie Rettungsdienst aussieht, den man “eben auch noch mit macht”, weil man ja eh da ist, erlebe ich fast täglich. Da sind Feuerwehr-RTW unterwegs, deren Besatzung von unseren “KTW-Kutschern” locker in die Tasche gesteckt werden. Und wenn man das so Sätze wie: “Mit Medikamenten kenne ich mich nicht aus, das ist nicht so mein Hobby.” auf nem Feuerwehr-RTW hört, weiß man wieder, wie um den Rettungsdienst bei der BF steht.
    Das gilt im Übrigen auch für die Integrierte Leitstelle. Dort sitzen auf BF-Seite Leute am Telefon, die bei mir nicht mal eine EH-Bescheinigung bekommen hätten, weil sie z.B. nicht wissen, wann man eine Stabile Seitenlage durchführt und deshalb den Anrufer falsch anleiten.
    Ja, natürlich mag es auch bei der BF gute RettAss geben, die den Rettungsdienst ernsthaft betreiben und sogar gar keinen schlechten Job machen. Sehr viele sind mir allerdings noch nicht begegnet.

  13. Pan on Juli 8th, 2012 22:04

    Hier scheint sich eine Diskussion zu etablieren, die nun wirklich nicht sachdienlich ist. Kommt mir vor wie bei zwei Jungs: Wer hat den längsten.

    Tatsache ist, daß in vielen Großstädten ein hoher Anteil des Einsatzaufkommens im RD schon seit jahrzehnten traditionell auch von den Berufsfeuerwehren wahrgenommen wird.

    Wenn hier der ein oder andere Forist eine Qualitätsminderung sieht, ist dies nur eine subjektive Empfindung, die jeglicher Grundlage entbehrt. Aus meiner Erfahrung gibt es bei allen Leistungserbringern Kollegen/innen die halt nur ein Mindestmass an Qualifikation erbringen. Die aber an einen bestimmten Leistungserbringer festzumachen zeugt nur von mangeldem Einblick.

    Grundsätzlich ist der Referentenentwurf positiv zu sehen, es gibt aber noch einige Wiedersprüche und in einigen Punkten verbesserungsbedarf.

  14. der Münchner on Juli 9th, 2012 08:51

    @242813
    also ich kann (zumindest für München) nicht bestätigen, dass die FW RAs schlechter sind. Muss eher sagen, dass dort mehr Zeit in Aus- und Fortbildung gesteckt wird (z.B. Praktikas in Anästhesie, NH, Kindernotarzt etc).

  15. charlie-zulu on Juli 9th, 2012 11:10

    @Pan
    Nur weil es Tatsache ist, dass die BF “traditionell” etwas seit mehreren Jahrzehnten macht, sagt noch nichts über die Qualität aus.

    Scheinbar machen viele diese Erfahrung.

    Wieso jedoch diese Erfahrung sich nun jedweder Grundlage entbehren soll verstehe ich nicht, da, wie ich bereits sagte, viele Feuerwehrleute selbst von sich sagen (was auch schon 242813 oben sagte): “Ich bin Feuerwehrmann.. den Rettungsdienst _müssen_ wir auch machen bzw. gehört “irgendwie” dazu”.

    Das, und das darf man nicht falsch verstehen, soll auf keinen Fall heißen, dass jemand von der FW “zu Blöd” für diese Arbeit des RD ist. Absolut nicht.

    Es wird nur von einigen, und u.a. auch von mir angemerkt, dass diese zwei Berufe in ihren jeweiligen Bereichen soviel Wissen verlangen, dass es unlogisch ist, dass eine Personengruppe beide Jobs übernimmt. Zu mal diese Berufe in gänzlich verschiedene Richtungen gehen.

    Darum ist es auch absolut nachvollziehbar, wenn eine Gruppe sagt “Ich habe diesen einen Beruf gewählt, mit dem anderen möchte ich gar nichts zu tun haben”. Völlig verständlich und mir geht es ja nicht anders.

    Das die Qualität zwangsweise in dem Bereich leidet, den sich die Personen nicht frei ausgesucht haben, ist auch nichts neues.

  16. Jörn on Juli 9th, 2012 14:27

    @all: Immer wieder interessant zu beobachten: das einfache Schwarz-Weiß-Sehen, in diesem Fall: Rot-Weiß-Sehen, hochkomplexer Themen!! Bei 16 verschiedenen Bundesländern und rund 100 Berufsfeuerwehren sowie einigen im RD aktiven Freiwilligen Feuerwehren fällt es mir persönlich schwer, solche pauschale Urteile zu fällen – bzw. diese zu verstehen…

    Sonnige Grüße aus Schwäbisch-Südwest

  17. Fuso33 on Juli 10th, 2012 12:10

    Also wenn hier von subjektiven Ansichten,Schwarz-Weiß gerde, etc gesprochen wird, ob Feuerwehrkollegen besser,schlechter oder gleichwertig sind, versuchen wir es mal mit Statistik.

    Nehmen wir an das z.B 10000 RD´ler hören sei es mündlich per Fax oder Facebook das FW Kollegen keine Lust,Zeit,Spaß,etc am Rettungsdienst haben und jene 10000 RD´ler aus verschiedenen Teilen der BRD kommen, so muss doch etwas dran sein,das die Feuerwehren ihre Prioritäten anders setzen. Dies ist nicht Schwarz-Weiß sondern ein Querschnitt der Erfahrungen, die durch ihre Masse Objektiv werden.

    Es wird immer gute HiOrg Retter geben wie BF Retter nur sind Sie auf beiden Seiten rar.

    Leider fällt auch mir auf das es bei den Feuerwehren an Rettungsdienstlichenelementarwissen fehlt. Was leider oft dazu führt das so mancher Pat. bis zum eintreffen des NEF´s unterversorgt bleibt.

    Meine abschließende Meinung ist und bleibt: Ein Maurer macht keine Elektriker arbeiten und das ist auch gut so.

    @Andreas Wicke

    Gerechtfertigt ist es dann ,wenn mann beide Berufe zu 100% erfüllt, und das ist wissenschaflich gesehen nicht möglich.

    Aber wenn es ums Geld geht sind das Phrasen eines Feuerwehrmanns die er im B1 Lehrgang in der ersten Wochen gelehrt bekommt. Vielleicht sollte mann noch das Totschlagargument bringen was Gehalt angeht. “Wir müssen uns ja auch noch privat Versichern. Und die Beihilfe zahlt nur 50%. Dann kommt noch die Kostendämpfungspauschale.”

    Glaub mir ich kenne jede Phrase….. Jeder hat sich seine Job gewählt mit Sonne und Regenseiten

  18. Joli on Juli 10th, 2012 15:15

    Hallo,

    @fusi33

    Deine Argumentation erscheint mir nicht schlüssig. Ersten unterstellst Du Phrasen und benutzt diese dabei selber und zweitens ziehst Du nicht zulässige Rückschlüße in deiner Statistik. Deine Population ist hier A) nicht repräsentativ (nicht jeder FW-Mann ist bei FB. Etc. PP) B) fehlen deine Datenbelege und C) ist eine inferenz Statistik aus nicht-validen Daten, im nicht kontrollierten Bereich (Median, Standartabweichung,…), keine Wissenschaft.

    2 Berufe 100%ig zu erfüllen geht wissenschaftlich nicht? Bitte Beleg dafür und ebenfalls den Beleg, dass dagegen 1 Beruf zu 100% zu erfüllen ist.

    Deine Erfahrung ist genau das. Sie ist Deine Erfahrung und dadurch (noch) nicht allgemein Evident. Hierzu müsstest Du eine Hypothese aufstellen und diese dann stichhaltig beweisen.(nach gültigen Regeln der Wissenschaft)

    Wenn Du mit Deinen Aussagen zu Feuerwehrkollegen recht hast, wie erklärst Du dann z.B. Solche Kollegen als:ERC-ALS Instruktoren, PHTL Instruktoren, … ?Hier wird in dem System eine für diesen Bereich valide Messung vorgenommen und eine sehr gute Eignung fachlich und sozial als Grundlage genommen um ein IP zu erhalten.

    Man könnte Dir Polemik unterstellen und deine Aussagen Kratzen imho an Verleumdung.

    Ich denke das es bei allen Leistungserbringern sehr gutes Rettungsfachpersonal gibt und das es dringend notwendig ist den Rettungsdienst (hier im speziellen) in allen Bereichen (Qualifikation, Vergütung,…) besser zu stellen. Der Referentenentwurf zum Notfallsanitäter ist dabei (für mich ein) Schritt in die richtige Richtung über den natürlich diskutiert werden muss um ein “rundes” Berufsbild auf den Weg zu bringen

    MfG

  19. Mario Gongolsky on Juli 10th, 2012 16:07

    Vielleicht können wir die wenig zielführende Diskussion Feuerwehr versus HiOrg-Retter gleich ganz sein lassen?

  20. charlie-zulu on Juli 10th, 2012 17:53

    Es soll ja genau keine “versus”-Diskussion sein.

    Bis dato konnte noch keiner schlüssig darlegen, wieso eine Personengruppe gleich zwei komplexe und eigenständigen Berufe ausüben sollte.

    Was für einen Sinn soll das machen?

  21. Fuso33 on Juli 11th, 2012 08:47

    @Joli

    Schön zu lesen wie dich meine Pseudo Statistik dazu gebarcht dir echt Gedanken zu machen.

    Leider und das mag auch meiner Ausdruckweise gelegen haben, ist es dir nicht gelungen zu verstehen was ich meinte. Diese Statistik ist selbstverständlich nicht evaluiert, sie soll jedeglich auf die Erfahrungen hier im Bericht eingehen. Diese Pseudo Satistik können die Kollegen der BF/FF und alle im RD tätigen Feuerwehrleute auch umdrehen und kämen zum selben ergebnis,das der eine doof ist und man selber nicht!!!!

    Auch deine Polemik zu sagen, man solle belegen, das man einen Job 100% erfüllen kann zeigt das du auch dieses nicht verstanden hast. Hier soll jedeglich ausgedrückt werden das man sich nur einer profession hingeben sollte.

    Zu deiner Aussage, wie ich mir erkläre das es gut ausgebildete Kollegen bei der BF/FF die im RD tätig sind erkläre. Ist dies sehr einfach und geht aus meinem letzten Statemant hervor. ES GIBT IMMER GUTE UND ENGAGIERTE Kollgen auf beiden Seiten.

  22. der Münchner on Juli 11th, 2012 22:49

    @charlie-zulu
    die meisten Radiologen, vor allem, wenn sie MRTs machen sind studierte und promovierte Physiker UND Mediziner. Unterschiedlicher gehts nicht, ist aber für die Ausübung der Arbeit notwendig. Denen wirst Du doch die Kompetenz auch nicht absprechen wollen?

  23. charlie-zulu on Juli 12th, 2012 08:08

    ..ist das jetzt die Antwort auf meine Frage? Beziehungsweise die Begründung?! Wollen wir uns jetzt wilde Berufe um die Ohren hauen mit Beispielen, wer was wie machen kann? Am Ende kommt dann die Trumpfkarte “.. und meiner kann auch noch Kaffee kochen!”

    Zu mal nicht alles, was hinkt, ein Vergleich ist.

  24. Ingo vom Landkreis on August 17th, 2012 11:57

    Hallo Ihr Lieben!
    Sagt mal was soll denn dieser Kram?
    Die Idee ist eigentlich gut, aber zur Zeit, Zeitverschwendung!
    In erster Linie sollten doch mal alle Bundesländer einheitliche Rettungsdienstgesetze erstellen. Dann klären, was soll und darf der RA geben.
    Welche weiterführenden Massnahmen sollte dem RA zu gemutet werden!
    Dann sollte die Bezahlung einheitlich angepasst werden.
    Es kann doch nicht sein, das ein RA im Nachbarland fast 450 € mehr verdient, obwohl er durch so manche ärztliche Leiter zum “Krankenträger” abgewertet wird.
    Bevor dieser sogenannte Notfallsanitäter kommt, sollte erstmal eine allgemeine Reform stattfinden.
    Gleiche Ausbildung, gleiche Kompetenz, gleiche Anerkennung und gleiche Bezahlung. Macht das erstmal!!
    Also ich wehre mich als examinierter RA gegen diesen Notfallsanitäter!
    Ich sehe im derzeitigen Rettungsdienst ganz andere Probleme, als diesen Notfallsanitäter. Vor allem, wer will und soll dies denn noch alles machen? Jetzt kriegst Du doch schon kein vernünftiges Personal mehr. Jetzt kann wieder ein ganz schlauer kommen und sagt, nehmt diese doch an die Hand. Versuche es mal, dann wirst Du blöde angeschaut, erntest ein dummen Spruch oder darfst beim Chef antanzen. Dies nach über 2 Jahrzehnten als RA im RD!
    Was kommt denn in 10 Jahren? Notfallnotarztassistent?
    Meine Güte, fordert und fördert Eure vorhandene RA´s!

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