Krankenhaus stellt chirurgische Notfallversorgung ein


Plochingen (rd.de/FRI) – Nach einem Bericht der Filder-Zeitung müssen die Kreiskliniken Esslingen am Kreiskrankenhaus Plochingen wegen des Ärztemangels ihre chirurgische Akutversorgung vorübergehend einstellen.

Laut einer an die örtliche Presse verschickten Mitteilung des Geschäftsführers Franz Winkler sei man der dünnen Personaldecke wegen gezwungen, die chirurgische Akutversorgung an der Klinik Plochingen ab heute vorübergehend einzustellen und sie auf die Kliniken in Nürtingen und Kirchheim zu konzentrieren. Der Rettungsdienst wird angehalten, chirurgische Notfälle fortan nach Nürtingen oder Kirchheim zu transportieren.

Die Streichung von Versorgungsleistungen sei allein eine Folge des Ärztemangels. Eine schnelle Lösung des Problems scheint zudem nicht in Sicht. Klinikchef Winkler macht sich nämlich kaum Hoffnungen, dieses Jahr am Standort Plochingen wieder in die chirurgische Versorgung einsteigen zu können.

(Text und Foto: Jörn Fries)

One Response to “Krankenhaus stellt chirurgische Notfallversorgung ein”

  1. FRI on November 30th, 2011 11:51

    AKTUELLE ERGÄNZUNG VOM 30.11.2011:

    Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Der Geschäftsführer der Esslinger Kreiskliniken bestätigte am gestrigen 29. November gegenüber der lokalen Presse, dass man weitere Abteilungen aus Plochingen nach Kirchheim/Teck und in das erst kürzlich in Betrieb genommene neue Klinikum auf dem Saer in Nürtingen verlegen wolle und man sich deshalb schon jetzt Gedanken über eine sinnvolle Nachnutzung des erst vor 25 Jahren neu errichteten Plochinger Krankenhauses machen müsse.

    http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/kreisesslingen/Artikel819536.cfm vom 29.11.2011

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.krankenhaus-soll-zur-ader-gelassen-werden.da21f823-a8bb-46a5-94d0-6636bca701f3.html vom 30.11.2011

    Die (Notfall-)Versorgung der Bevölkerung auf dem Schurwald werden sich künftig das (noch) städtische Klinikum in Esslingen und die beiden verbleibenden Kreiskliniken in Kirchheim/Teck und Nürtingen teilen müssen. Für die Fildern bleibt weiterhin das Klinikum in Ostfildern-Ruit zuständig. Was mit der DRK-Rettungswache am KKH Plochingen passieren wird, dürfte ebenfalls zu klären sein, da diese Rettungswache dann keine Anbindung mehr an ein versorgendes Haus hat und zudem etwas abseits von der Plochinger Innenstadt errichtet wurde.

    Übrigens: Der Plochinger KKH-Standort hat seine Ursprünge in einem Krankenhaus, das vor knapp 150 Jahren vom seinerzeit wiederbelebten evangelischen Johanniterorden errichtet wurde. Ob man diesen runden Geburtstag am heutigen Standort noch wird feiern können, ist derzeit mehr als fraglich!

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