Kooperative Großleitstelle Oldenburg im Probebetrieb


Oldenburg (ots) – Fünf Jahre sind vergangen seitdem Innenminister Uwe Schünemann und Landrat Jörg Bensberg gemeinsam die Kooperation für die Kooperative Leitstelle Oldenburg (KGO) vertraglich auf den Weg brachten. Nun konnte Innenminister Schünemann die neue Leitstelle erstmalig im Betrieb besichtigen.

„Wir haben den Bürgerinnen und Bürgern damals versprochen, dass Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst Sicherheit aus einer Hand produzieren werden und die KGO in ihrer Dimension einmalig in Deutschland sein wird. Davon wollte ich mich persönlich noch vor der im Herbst geplanten Einweihung überzeugen“, so Schünemann bei seinem Besuch vor Ort.

Polizeivizepräsident Dieter Buskohl und Landrat Jörg Bensberg hatten Anfang Juli den Startschuss für den letzten Projektabschnitt im Großprojekt KGO am Friedhofsweg in Oldenburg gegeben. Die Polizeiinspektionen Oldenburg-Stadt/Ammerland und Delmenhorst/Oldenburg-Land sowie die beiden Feuerwehr- und Rettungsdienstleitstellen der Stadt Oldenburg und des Landkreises Oldenburg sind bereits in die neue KGO umgeschaltet.

Bis September 2012 sollen sukzessive alle Kooperationspartner aufgeschaltet werden. Die offizielle Einweihung ist anschließend im November 2012 geplant. Dann werden von Oldenburg aus die Polizeinotrufe aus einem mehr als 11.000 Quadratkilometer großen Gebiet mit 1,7 Millionen Einwohnern zentral koordiniert. Der Notruf für den Rettungsdienst und die Feuerwehr läuft in Oldenburg zusammen. Zuständig ist der Rettungsdienstbereich für eine 4.000 Quadratkilometer große Fläche mit 725.000 Bürgern.

Besonders beeindruckte den Minister das engagierte und hochmotovierte Team um den Leiter der Leitstelle Polizei, Polizeioberrat Heiko von Deetzen, und den Leiter der Leitstelle der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, Frank Leenderts. „Wir haben neue finanzielle und technische Rahmenbedingungen geschaffen, der Erfolg der KGO steht und fällt jetzt mit den Leitstellendisponenten, die diese Möglichkeiten täglich einsetzen und optimieren“, hob der Minister hervor.

In der KGO nutzen zukünftig Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gemeinsam eine einheitliche Technik. Ihre Aufgaben erfüllen sie jedoch weiterhin getrennt voneinander, so dass die gesetzlichen Zuständigkeiten unverändert gewahrt bleiben. Das Aufkommen der Notrufe 110 und 112 umfasst täglich rund 1.200 Notrufe und 900 Einsätze seitens der Polizei. Hinzu kommen täglich weitere 280 Einsätze des Rettungsdienstes und 25 Einsätze der Feuerwehr.

Weitere Informationen zur Großleitstelle gibt es hier.

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