Kölner Taucher suchten Kanufahrer im Sauerland


Köln (BF) – Am Freitag, 29.7.2011, wurde die Tauchergruppe der Feuerwehr Köln zu einem Einsatz an der Listertalsperre alarmiert. Die Listertalsperre ist eine Vorsperre des Biggesees und liegt im Kreis Olpe im Sauerland. Nahe des Ortes Windebruch waren am Nachmittag zwei Kanufahrer, Vater und Sohn, auf der Talsperre gekentert.

Von einem herbeigeeilten Anglerboot konnte der Sohn aus dem Wasser gerettet werden, der Vater wurde jedoch nicht gesehen. Im daraufhin durch die Kreisleitstelle Olpe eröffneten Einsatz wurden unter anderem auch die Taucher der Berufsfeuerwehr Köln eingesetzt.

Die Anforderung aus dem Kreis Olpe erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Köln um 15:24 Uhr. Wegen der großen Entfernung wurde entschieden, die Taucher mit dem Intensiv-Transporthubschrauber „Christoph Rheinland“ zu fliegen. Dazu holte der Hubschrauber drei der fünf im Dienst befindlichen Taucher mit der nötigen Ausrüstung an der Deutzer Werft ab und flog sie zur Talsperre, während die beiden übrigen Taucher mit dem Gerätewagen Wasserrettung, begleitet von einem Führungsdienst, zum Einsatzort fuhren.

Vor Ort waren neben Feuerwehren aus dem Kreis Olpe und der ansässigen Tauchergruppe des DLRG-Ortsverbands auch 13 Feuerwehrtaucher der Tauchergruppen der Berufsfeuerwehren Hagen, Dortmund und Köln eingesetzt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit gegen 21 Uhr suchten sie eine Fläche von etwa 300 m x 1000 m unter Wasser ab. Ein Rettungsboot unterstützte die Taucher mit einem Sonargerät (Ultraschallortung unter Wasser). Die Rettungsbootbesatzung wies die Taucher auf Auffälligkeiten im Wasser und auf dem Seegrund hin und markierte diese mit Bojen. Für den stundenlangen Einsatz von etwa 20 Tauchern war eine umfangreiche Logistik erforderlich, so dass vor Ort etwa 125 Einsatzkräfte der Feuerwehren und der DLRG beteiligt waren.

Leider blieben alle Bemühungen erfolglos, der Vermisste konnte nicht gefunden werden. Mit Einbruch der Dunkelheit musste der Einsatz abgebrochen werden. Die Kölner Taucher rückten gegen 21:30 Uhr von der Einsatzstelle ab und waren gegen Mitternacht wieder für den Kölner Bürger einsatzbereit.

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