Kölner Bombenentschärfung erfolgreich


Köln (pm) – Mit dem Einsatz von 630 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, Hilfsorganisationen und über 130 Ordnungskräften des federführenden Kölner Amtes für öffentlichen Ordnung konnte gestern exakt um 18:18 Uhr eine der größten Evakuierungen in der Kölner Nachkriegsgeschichte erfolgreich abgeschlossen worden.

Der Kampfmittelräumdienst des Landes Nordrhein-Westfalen konnte 20 Minuten später eine 20-Zentner Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärfen. Die Stadt Köln hatte den Bereich in einem Radius von circa einem Kilometer um den Fundort der Bombe an der Straße An der Schanz in Köln-Riehl abgesperrt.

Circa 6.000 Bewohner und Mitarbeiter der dort ansässigen Unternehmen mussten seit den Morgenstunden ihre Räume verlassen. Der Sperrbezirk erstreckte sich auch auf die rechte Rheinseite. Von der Evakuierung war ein großes Kölner Altenheim, das Seniorenzentrum Köln-Riehl der SBK, mit rund 1.400 Personen betroffen. Für die nicht gehfähigen Senioren und Rollstuhlfahrer wurden heute insgesamt 139 Liegendtransporte und 90 rollstuhlgerechte Transporte mit Unterstützung der Hilfsorganisationen durchgeführt.

Unterstützt wurden die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und des Ordnungsamtes, die darüber hinaus weitere 54 Krankentransporte und 50 Spezialfahrten für Anwohner durchgeführt haben, durch die Kölner Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk (THW) und Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehren, sowie Spezialkräfte unter anderem aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Die Kölner Polizei sicherte mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den gesperrten Bereich.

Die weiträumigen Verkehrssperrungen konnten unmittelbar nach der Entschärfung der amerikanischen Bombe um 18:38 Uhr aufgehoben werden.

Oberbürgermeister Jürgen Roters dankte am Abend allen Einsatzkräften und den Mitarbeitern der betroffenen Einrichtungen für ihren Einsatz.

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