Klinik-Evakuierung stand kurz bevor


Bremen (BF) – Um 06:38 Uhr wurde der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Bremen am Freitagmorgen eine Störung in der Stromversorgung des Klinikums Bremen-Ost gemeldet. Aus bis dahin noch unbekannten Gründen erfolgte die Stromversorgung für das Klinikum nicht mehr über das öffentliche Netz, sondern über die hauseigene Notstromversorgung. Über die Notstromversorgung wurden die kritischen Bereiche (Intensivstation, OP-Bereiche usw.) vorrangig, alle anderen Bereiche nur noch stark eingeschränkt mit Strom versorgt.

Da zu diesem Zeitpunkt seitens des Klinikums keine Aussagen hinsichtlich einer gesicherten Stromversorgung gemacht werden konnten, wurde die Verlegung von Intensiv-Patienten in Erwägung gezogen. Daraufhin wurde von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein Großaufgebot von Einsatzkräften zur Einsatzstelle entsandt. Insgesamt waren 28 Fahrzeuge und 62 Einsatzkräfte vor Ort.

In Zusammenarbeit mit der Klinikleitung wurde von der Einsatzleitung vor Ort ein Plan ausgearbeitet, welche Patienten notfalls in andere Krankenhäuser verlegt werden sollten. Die Zusammenarbeit mit den Bremer Kliniken funktionierte ausgezeichnet, denn alle haben für diesen Notfall kurzfristig freie Bettenkapazitäten zur Verfügung stellen können. Aus den kritischen Bereichen wären insgesamt 14 beatmete und 8 besonders überwachte Patienten zu verlegen gewesen.

Von Haustechnikern des Klinikums konnte nach ca. einer Stunde der Fehler in der Stromversorgung ermittelt werden. Bedingt durch einen technischen Defekt in der Notstromversorgung wurde das Klinikum Bremen-Ost fälschlicherweise automatisch von der Stromversorgung über das öffentliche Netz abgekoppelt. Ab 07:30 Uhr erfolgte die Stromversorgung des Klinikums wieder über das stabile öffentliche Netz.

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