Kletterunfall in Oberried


Oberried (pm) – Bei einem Kletterunfall in Oberried (Schwarzwald) ist am Sonntagnachmittag ein 30-jähriger Mann verunglückt. Der Sportkletterer war im Bereich Gfäll-Felsen aus bislang ungeklärter Ursache über fünf Meter in die Tiefe gestürzt und zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu.

Zur Rettung aus dem absturzgefährlichen Gelände mussten die Bergwacht sowie ein Rettungshubschrauber alarmiert werden. Die Einsatzkräfte der Bergwacht übernahmen gemeinsam mit dem Notarzt die medizinische Versorgung des Patienten und bereiteten die technische Rettung vor. Mit der Rettungswinde des Helikopters der schweizerischen Rettungsflugwacht Rega konnte der Verletzte schließlich schnell und sicher gerettet werden.

„Wir arbeiten bei solchen Einsätzen eng mit der Rega zusammen und trainieren unsere Einsatzkräfte speziell für Rettungsaktionen mit der Winde“, erklärt Mirko Friedrich, Leiter des Bergrettungsdienstes im Schwarzwald. „Parallel dazu haben wir zusätzlich alles für einen terrestrischen Abtransport vorbereitet, um die Rettung im Zweifelsfall auch ohne den Helikopter durchführen zu können“, so Friedrich weiter. Der Einsatz, bei dem die Bergwacht mit insgesamt sechs Bergrettern vor Ort war, konnte gegen 17 Uhr beendet werden.

Freizeitangebote wie Kletterfelsen, Mountainbikestrecken und ausgewiesen Wanderrouten locken immer mehr Menschen in die freie Natur. Damit steigen auch für die Bergwacht Einsatzzahlen und Anforderungen. Bergwacht-Pressesprecher Adrian Probst weist dabei auf die besonderen Gefahren im Gelände hin: „Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen in der Natur bewegen wollen. Bei Outdoorsportarten wie Klettern, Mountainbiken oder Gleitschirmfliegen sollte aber besonders auf das Thema Sicherheit geachtet werden. Darunter fällt unbedingt auch eine geeignete persönliche Ausrüstung, zu der neben Erste-Hilfe-Sets auch Helm, Protektoren und aufgeladenen Mobiltelefone gehören.“

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