Kleinleitstellen im Widerstand


Aachen (rd.de) Die neue Leitstelle der Städteregion Aachen kämpft seit geraumer Zeit gegen einige „Widerstandsnester“, die am liebsten an ihrer örtlichen Leitstelle festhalten würden.

Die oberste Leitstelle der Städteregion Aachen hat unverändert mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen. In der Lokalpresse sind die Winkelzüge der Bürgermeister die Aufgabe der eigenen örtlichen Leitstellen zu verzögern oder in Frage zu stellen seit langem ein Dauerbrenner. Die Argumente der Kleinleitstellenbefürworter sind immer die Gleichen: Die Leitstelle vor Ort bietet eine schnelle Rufannahme und ortskundige Disponenten die mit allen Gegebenheiten bestens vertraut sind. Auch einen Kostenvorteil mögen einige Stadtkämmerer der Zentral-Leitstelle der neu gegründeten Städteregion Aachen nicht zugestehen.

Die Resistance sitzt in Stolberg, Alsfeld und Eschweiler. Im September platzte den Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar der Kragen. Er forderte den Kreis Aachen als zuständige Verwaltungsbehörde per Verfügung auf, den drei Städten die Aufschaltung ihrer Notrufnummer bis zum 21.Oktober 2009 anzuordnen.

In Stolberg hat man nach langem Kampf schließlich eingelenkt und grünes Licht gegeben, die Notrufe in Aachen auflaufen zu lassen. In Eschweiler ist man dazu noch nicht bereit. Durch den Übergang von der Kreisleitstelle in Simmerath auf die Leitstelle in Aachen, gerät die Rufumleitung zu einer zögerlichen Mehrfachweiterschaltung. Der Bürgermeister will einer Aufschaltung auf die Regionalleitstelle zur zustimmen, wenn damit keine qualitativen Einbußen für seine Bürgerinnen und Bürger verbunden sind.

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