Kinder wagten sich auf dünnes Eis


Ingolstadt (BF) – Während der Aufbauarbeiten zum Mailinger Faschingstreiben entfernten sich am Montag (11.02.2013) in Ingolstadt zwei Kinder von ihren Eltern und begaben sich auf einen zugefrorenen See.

Als die Eltern das Verschwinden der beiden drei und sechs Jahre alten Kinder bemerkten, waren diese bereits übers Eis bis in die Mitte des Sees gelaufen. Der Vater des Geschwisterpaares entdeckte seine Kinder rund 100 Meter vom sicheren Ufer entfernt. Er konnte die beiden davon überzeugen, sich nicht mehr zu bewegen und an Ort und Stelle zu warten, bis Hilfe kommt.

Neben dem Rüstzug der Berufsfeuerwehr Ingolstadt und der Feuerwehr Mailing kam auch der Rettungshubschrauber „Christoph 32“ zum Einsatz. Er war unter anderem mit zwei Feuerwehrmännern in Kälteschutzanzügen besetzt, die auf dem Eis abgesetzt wurden. Anschließend stellte der Hubschrauber eine Leinenverbindung zwischen den beiden Feuerwehrleuten und den Kameraden am Ufer her.

Die Kinder wurden zur Vergrößerung der Auflagefläche auf ein „Eisrettungsbrett“ gesetzt und gemeinsam mit ihren Rettern ans Ufer gezogen.

Wie ernst die Situation tatsächlich war, kann daran ermessen werden, dass die beiden Retter sofort nach dem Verlassen des Hubschraubers in das Eis einbrachen. Sie konnten sich nur flach liegend auf dem Eis fortbewegen. Rettungsversuche in Eigenregie hätten nach Einschätzung der BF Ingolstadt schwerwiegende Folgen haben können.

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