Kein Risiko durch digitalen BOS-Funk


Recklinghausen (rd.de) – Eine Untersuchung des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen kommt zu dem Schluss, dass der neue digitale Behördenfunk nach Tetra-Standard keine zusätzliche Gesundheitsgefahr darstellt.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) hat als zentrale Immissionsmessstelle in Nordrhein-Westfalen auch über elektromagnetische Felder zu befinden.

In einer Messreihe, haben die Ingenieure sich eine Tetra-Basisstation genauer angeschaut.

Die Messungen hat man an einem Tetra-Senderstandort vorgenommen und dabei die Nahfeldstrahlung, sowie das Strahlungsmuster in einem 500 Meter Umkreis ausgemesen und bewertet. Dabei wurde der Sender unter voller Last, also mit ausgebuchten Übertragungskapazitäten betrieben.

Die geltenden Grenzwerte wurden bei den Messungen an keiner Stelle überschritten. Nur innerhalb von Gebäuden, die in unmittelbarer Nähe einer Basisistation stehen, kam es durch Reflexionen zu kleinflächigen elektrischen Feldstärken, die zumindest in der Nähe der Grenzwerte lagen.

Für die Strahlungsbelastung an Tetra-Handfunkgeräten hatten die Ingenieure des Landesamtes zwar keinen Auftrag, nutzen aber die Gelegenheit, auch hier ein Gerät mit auszumessen. Im Ergebnis erzeugte das Tetra-Mobilfunkgerät mit einem Watt Sendeleistung, wie es für NRW vorgesehen ist, nicht mehr Strahlenbelastung als ein gewöhnliches Handy. Hinzu kommt, dass man Tetra-Funkgeräte in der Regel freisprechend verwendet, also nicht direkt an den Kopf hält, was die Strahlenbelastung weiter reduziert.

Der Fachbericht kann über die Webseite des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen heruntergeladen werden.

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