Katastrophenübung: Einsatz nach Erdbeben


Arnstadt (ISAR) – Ein ehemaliges Werksgelände im thüringischen Arnstadt wird vom 24. bis 26. Januar zum Schauplatz einer Katastrophenübung. Die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany aus Duisburg trainiert hier für den Ernstfall.

Simuliert wird der Einsatz nach einem schweren Erdbeben. Der Einsatz muss nach internationalen Kriterien abgewickelt werden. Dazu gehört auch die Einrichtung einer so genannten OSOCC – einer Stelle, an der internationale Teams Schadensgebieten zugeteilt werden und von dort in die Einsatzgebiete gehen.

Die Szenarien sollen für das Team der Hilfsorganisation so realitätsnah wie möglich gestaltet werden. An der Übung nehmen im Rahmen eines Austauschprogramms der EU auch Katastrophenschützer aus Polen, Tschechien und Frankreich teil. Die Experten gehören zu Feuerwehreinheiten der Länder und wollen sich bei I.S.A.R. Germany auf den Einsatztest der Vereinten Nationen vorbereiten. Dabei geht es vor allem um die Organisation und Abwicklung internationaler Einsätze nach Naturkatastrophen, insbesondere nach Erdbeben.
 
Für die Übung wird die Feuerwache in Marlishausen zum „Internationen Flughafen“ umgebaut. Dort wird die I.S.A.R.-Mannschaft in der Nacht zum Samstag empfangen. Die Mitglieder müssen Pass- und Zollkontrollen über sich ergehen lassen, bevor sie ins „Einsatzgebiet“ transportiert werden, um dort ihr Camp einrichten zu können. Danach erhält das Team die Einsatzaufträge: Suche, Rettung, Bergung und medizinische Versorgung von verschütteten Personen.

Eingesetz werden nicht nur Rettungshunde, sondern auch moderne Ortungs- und Bergungstechnik.

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