Kassenärztliche Vereinigung stellt Notärzte für Thüringen


Weimar (kvt) – In Thüringen tritt heute ein novelliertes Rettungsdienstgesetz in Kraft. Die Kassenärztliche Vereinigung stellt damit ab sofort die Notarztversorgung sicher.

Bisher wurde diese Aufgabe durch die Thüringer Landkreise und Städte übernommen. Ab dem 01.07.2009 erfolgt die Sicherstellung durch die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT). Dies bedeutet, dass die KVT die gesamte Verantwortung für die notärztliche Versorgung im Rettungsdienst übernimmt.

Hintergrund für diesen Wechsel waren Probleme bei der Besetzung von Notarzteinsatzfahrzeugen mit Notärzten. Durch den Ärztemangel wird es in Thüringen auch zunehmend schwerer, Notärzte mit entsprechender Qualifikation für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu finden. Der Gesetzgeber hofft, mit der Übergabe des Sicherstellungsauftrages an die KVT eine zentralere Gestellung der Notärzte zu ermöglichen und damit eine größere Sicherheit für eine durchgehende notärztliche Versorgung der Thüringer Bevölkerung zu gewährleisten.

Im Freistaat existieren 47 Notarzteinsatzfahrzeugstandorte. Für die Besetzung der Fahrzeuge hat die KVT mehr als 600 Verträge mit freien Notärzten und 15 Verträge mit Kliniken geschlossen. Die KVT hat neue und bessere Rahmenbedingungen für die Notärzte in Thüringen geschaffen. Durch intensive Verhandlungen mit den Krankenkassen ist es gelungen, eine Vergütung zu erreichen, welche der großen Verantwortung der Notärzte gerecht wird. Daneben wird die KVT die Bekleidung und eine einheitliche Unfallversicherung stellen.

„Durch die vorliegenden Vertragsbindungen und die neuen Rahmenbedingungen sind die Voraussetzungen für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe geschaffen“, so der 2. Vorsitzende der KVT, Sven Auerswald. Zur fachlichen Überwachung steht der KVT ein Notarztbeirat, bestehend aus erfahrenen Ärztlichen Leitern Rettungsdienst zur Seite. Der Vorstand der KVT möchte sich herzlich bei allen Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern bedanken, die sich aktiv an der Umgestaltung beteiligt haben und auch weiterhin die notärztliche Versorgung der Thüringer Bevölkerung gewährleisten.

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