Karnevalsbilanz aus Düsseldorf


Düsseldorf (BF/DRK) – In Düsseldorf wurde ein vergleichsweise ruhiger Tulpensonntag und Rosenmontag bilanziert. Zwar registrierten die Einsatzkräfte etwas mehr volltrunkene Jugendliche, doch insgesamt zogen Retter ein positives Fazit. Das gilt auch für den Digitalfunk, der am Donnerstag und Sonntag eingesetzt wurde.

Etwas weniger Einsätze im Rettungsdienst meldet die Feuerwehr Düsseldorf stadtweit für den Familienkarneval am Sonntag. Der Rettungsdienst wurde in 325 Fällen tätig, im Vorjahr waren es 357 Einsätze. Der Einsatzleiter der Feuerwehr für Karnevalssonntag ließ am Rathausufer in Höhe der Pegeluhr eine zusätzliche Unfallhilfsstelle aufbauen.

Erstmals kam der Gerätewagen Rettung (Gw-Rett) mit medizinischem Equipment zum Einsatz, der durch ein Löschfahrzeug unterstützt wurde. Die Einsatzkräfte von der Feuerwache Flughafenstraße errichteten und betrieben die Unfallhilfsstelle, wo auch der Gw-Rett und das Löschfahrzeug stationiert sind. In den Unfallhilfestellen mussten mit 149 (2011: 33) deutlich mehr Menschen behandelt werden. 59 (13) wurden zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus gebracht. Von den Behandlungen in den Unfallhilfsstellen waren 40 Bagatellverletzungen, 92 mittelschwere Fälle und 17 arztpflichtige Behandlungen – mit überwiegend internistischer Ursache durch zu viel Alkoholkonsum angefallen. Es kam zu zehn Schnittverletzungen durch herumliegendes Glas, davon sieben beim Veedelszug in Unterbach.

Probeeinsatz des Digitalfunks

Die Feuerwehr und die Johanniter Unfallhilfe haben den Digitalfunk an Altweiber und zum Familienkarneval am Sonntag intensiv getestet im Rahmen des Probebetriebes. Fazit: ein deutlicher Fortschritt in der Funkkommunikation und Kommunikationstechnologie für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). An Rosenmontag wurde allerdings der Analogfunk
wegen der komplexen Lage eingesetzt, dies war schon im Vorfeld entschieden worden.

Die Verbindungen über das neue TETRA-Netz waren glasklar in der Sprache, was der veraltete Analogfunk selten bot. „Die neuen Digitalfunkgeräte konnten problemlos eingesetzt und bedient werden“, freut sich Andreas Schweigger, Leiter Funktechnik der Feuerwehr Düsseldorf. Und dies unter den realen Bedingungen im Karneval, wo die Lautstärke im Straßenraum deutlich über dem normalen Pegel bei Feuerwehr-und Rettungsdiensteinsätzen liegt. Lediglich die benutzerspezifischen Geräteeinstellungen justierte Schweigger nach. Diese „Ergonomieparameter“ programmiert jeder Nutzer selber. Diese waren nicht optimal eingestellt und hatten zu Beginn der Kommunikation zu kleineren Störungen geführt. Eine entsprechend Umprogrammierung nahm der Leiter der Funkwerkstatt sofort vor Ort vor und damit waren die kleinen Probleme abgestellt.

153 Hilfeleistungen am Zug

Vom Rosenmontagszug in Düsseldorf melden die Helfer von DRK viel Sonne. Die insgesamt 308 Helfer der Düsseldorfer Hilfsorganisationen, die beim Rosenmontagszug Dienst taten, hatten in diesem Jahr insgesamt 153 Hilfeleistungen und Rettungseinsätze.

Die sanitäts- und rettungsdienstliche Betreuung des Düsseldorfer Rosenmontagszuges übernehmen traditionell der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes.

Um eine flächendeckende Versorgung rund um den Zugweg sicherzustellen, wurden vier Einsatzabschnitte gebildet. An jedem Einsatzabschnitt waren Helfer des Sanitätsdienstes an der Zugstrecke einsatzbereit. Außerdem stand jeweils mindestens eine stationäre Unfallhilfsstelle, besetzt mit Sanitäts- und Rettungsdienstpersonal und einem Arzt, zur Verfügung. „An jedem Abschnitt sind, je nach Größe, zwischen 22 und 52 ehrenamtliche Helfer einsatzbereit. Zudem unterstützten wir das Marienhospital und das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf“ erläutert Thomas Schulz, der als Kreisbereitschaftsleiter des DRK die Gesamtleitung des Einsatzes übernommen hatte.

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