Karneval: DRK und Drogenhilfe helfen gemeinsam


Die "DRK-Schutzengeltruppe" bei der Kostümprobe. (Foto: DRK Münster)

Münster (SMS) – Wenn aus Lachen Lallen und aus Schunkeln Schwanken wird, hört der Spaß im Karneval ganz schnell auf. In Münster werden Karnevalsofper von DRK und Drogenhilfe gemeinsam betreut.

Das x-te Bier, noch ein hochprozentiger Mixdrink und plötzlich steht die Clique nicht mehr am Rosenmontagszug, sondern am Erste-Hilfe-Zelt. Dort empfangen sie in diesem Jahr erstmals nicht nur die Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuz, sondern auch Fachleute der städtischen Drogenhilfe im Rahmen von „Voll ist out“.

Denn die DRK-Sanitäter haben mit der Versorgung des Alkoholopfers genug zu tun. Die begleitenden Freundinnen und Freunde standen bisher mit ihren Sorgen und ihrer Betroffenheit eher hilflos daneben. Diese Erfahrung des DRK brachte die städtische Drogenhilfe ins Spiel. Prompt machte sie bei ihrer Alkoholpräventionskampagne „Voll ist out“ in dieser Session die Verantwortung der Clique zum Thema.

„Jan hat gute Freunde. Sein Schutzengel kann frei machen“ heißt es auf der aktuellen Themenkarte. Dazu passend verteilen die „Voll ist out“-Teams, die in den Karnevalswochen und natürlich am Rosenmontag durch die Stadt ziehen, kleine Engelsflügel zum Anstecken. Damit kann man den besten Freund, die gute Freundin zum persönlichen „Schutzengel-Ersatz“ ernennen.

Die „himmlische“ Idee inspirierte die Schulsanitäter des Hiltruper Kardinal-von-Galen-Gymnasiums, die das DRK Münster betreut. Die Jugendlichen ziehen in selbst gemachten Engelskostümen als Fußgruppe im Rosenmontagszug mit und verteilen Erste-Hilfe-Karten, „Voll ist out“-Kamelle sowie Engel-Pins und -Karten. Gleich vor ihnen wirbt vom eigenen Wagen mit „Voll ist out“-Logo die Jugendfeuerwehr für Spaß und Ausgelassenheit ohne Promille-Rausch und Komasaufen.

Wenn trotz dieser jugendlich-warnenden Worte ein Cliquenmitglied Hilfe braucht, ist es im DRK-Zelt im Rathausinnenhof in guten Händen. Und die Clique kann derweil mit dem „Voll ist out“-Team über Party, Promille und auch Peinlichkeiten ins Gespräch kommen. Ein jugendgerechtes Gesamtpaket, meint die IKK Münster, die sowohl die Schulsanitäter-Ausbildung als auch die Kampagne des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien unterstützt.

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