Kapitän beim Krabbenfang schwer verletzt


Foto: DGzRSBüsum (DGzRS) – Unter widrigen Seegangs- und Witterungsbedingungen hat die Besatzung des Seenotkreuzers „Hans Hackmack“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 20 Seemeilen (ca. 37 Kilometer) westlich Büsum auf der Nordsee am Montagabend den schwerverletzten Kapitän von seinem Kutter gerettet und in den Hafen von Büsum gebracht. Der Mann (34) war beim Aufholen der Netze von dem Gestänge einer Winde getroffen worden und zusammengebrochen.

Der Notruf erreichte die Seenotretter gegen 17:30 Uhr. Vormann Jörg Lüdtke vom Seenotkreuzer „Hans Hackmack“ und seine Besatzung machten sich umgehend auf den Weg. Vor Ort gelang es, trotz zwei Metern Seegang und westlichen Winden um fünf Beaufort (35 km/h Geschwindigkeit), mit dem Tochterboot „Emmi“ längsseits des Kutters „Nordsteer“ zu gehen. Der Mann wurde auf See übernommen und im Bordhospital des Seenotkreuzers von einem Rettungssanitäter erstversorgt.

Vormann Jörg Lüdtke  von der DGzRS: „Wir mussten angesichts der sehr kurzen und steilen See mehrere Anläufe fahren, um sicher bei dem Fischkutter längsseits zu gehen. Im richtigen Moment erfolgte die Übernahme des Verletzten.“

In Büsum, wo die Seenotretter gegen 20:15 Uhr eintrafen, wartete schon der Landrettungsdienst, der den Schwerverletzten zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus nach Heide transportierte.

Der aus Lübeck stammende Kapitän war mit der „Nordsteer“ aus Greetsiel auf Krabbenfang vor der Küste Nordfrieslands unterwegs. Der Steuermann und ein Bootsjunge fuhren den Kutter nach Büsum zurück.

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