Junger Mann beißt Rettungsassistenten


Kreis Herzogtum Lauenburg (ots) – Es kann passieren, dass ein Bürger zu einem Krankenhausgebäude fährt, in dem gar kein Krankenhaus mehr drin ist. Ein 22- Jähriger rastete deshalb völlig aus und Biss zwei Rettungsassistenten dienstunfähig.

Vor einer Ergotherapiepraxis im ehemaligen Gebäude des DRK-Krankenhauses verlor ein junger Mann die Kontrolle, nachdem man ihm den Einlass verwehrte. Der 22-jährige Mann, aus der Nähe von Breitenfelde, hatte seine Freundin gegen 19.10 Uhr ins `Krankenhaus` bringen wollen, da sie über Kieferschmerzen klagte. Eine Praxisangestellte teilte dem Mann über die Gegensprechanlage mit, dass es sich nicht mehr um das Krankenhaus handelt.

Daraufhin rastete der 22-Jährige völlig aus und trat immer wieder gegen die Eingangstür. In unmittelbarer Nähe der Praxis befindet sich die Rettungswache Mölln. Durch den Lärm aufmerksam geworden, schauten die Rettungsassistenten nach dem Rechten und sprachen den Mann an. Ohne Grund ging er auf die 39 und 31 Jahre alten Rettungsassistenten los und griff sie an. Gemeinsam brachten die Rettungsassistenten den 22-Jährigen zu Boden und hielten ihn fest. Er biss nach den Rettungsassistenten, trat und schlug wild um sich.

Zeitgleich trafen Polizeibeamte der Polizeizentralstation Mölln ein und wollten den Rettungsassistenten den Tatverdächtigen „abnehmen“. Der junge Mann beruhigte sich nicht. Erst nachdem die Polizeibeamten gegen den höchst aggressiven Mann das Reizstoffsprühgerät eingesetzt hatten, hörte er auf, wild um sich zu schlagen. Aufgrund seines unkontrollierten Verhaltens und der trägen Pupillenreaktion bestand der Verdacht, dass der Tatverdächtigen unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Die Polizeibeamten ordneten die Entnahme einer Blutprobe an. Im Auto des 22-Jährigen stellten sie einige Tütchen Marihuana sicher. Bei der Rangelei mit dem Tatverdächtigen trugen die beiden Rettungsassistenten und ein Polizeibeamter leichte Verletzungen davon. Die Rettungsassistenten sind vom Tatverdächtigen stark gebissen worden und aufgrund ihrer Verletzungen erst einmal nicht dienstfähig. Der Polizeibeamte trug Prellungen davon, ist aber weiterhin im Dienst.

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