Junge Frau bedankte sich bei ihren Rettern


Hörde (BF) – Die damals 25-Jährige erlitt einen plötzlichen Herzstillstand. Das Rettungsteam arbeitete erfolgreich und die junge Mutter überlebte.

Ohne Erinnerung ist die junge Frau bis heute. Rund eine Woche fehlt ihr ab dem 16.03.2009. An jenem Morgen gegen 06:00 Uhr war ihr Lebensgefährte in der Nähe und bemerkte dass etwas nicht stimmte. Seine Partnerin war ohne Bewusstsein als der Mann den Feuerwehrnotruf tätigte. Die einzig richtige Entscheidung! Nach wenigen Minuten trafen die Rettungsfahrzeuge aus Hörde ein. Da konnte der Lebensgefährte bereits keinen Puls mehr fühlen, war die Sorge um die Mutter seiner damals vierjährigen Tochter groß. „Es war ein klassischer Herz- und Atemstillstand“, so Karl Hankel, Rettungsassistent und damals Teamleiter auf dem Rettungswagen der Dortmunder Feuerwache 4 in Hörde.

„Ein Notfall wie aus dem Lehrbuch“. Arcadius Markefka hat die Bilder noch so präsent vor Augen, als wäre es gestern gewesen. „Der Notfallkoffer war zum Schluss wie leer geräumt, wir mussten alle Register ziehen“. Doch es greifen Automatismen und Standards. Herz-Lungenwiederbelebung mit Muskelkraft und Atembeutel, vorbereiten des EKG-Gerätes mit integriertem Defibrillator, venösen Zugang legen, künstliche Beatmung (Intubation) und Notfallmedikamente vorbereiten. Unter Leitung von Notarzt Dr. Berthold Ortmann wird Frau Schneider bestens versorgt und letztlich ins Klinikum Dortmund gebracht.

Als sie erwacht, kann sie zunächst nicht realisieren was passiert ist. Drei Wochen Krankenhaus, anschließend Rehabilitation. Insgesamt ein halbes Jahr außer Gefecht. Doch heute ist alles wieder gut. Ein kleiner Defibrillator, eingesetzt unter der Haut, überwacht Jasmin Schneiders Herz nunmehr rund um die Uhr. Bisher musste er noch nicht eingreifen.

Mit der Zeit kam der Wunsch auf sich bei den Menschen zu bedanken die ihr das Leben gerettet haben. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten besuchte die Gerettete deshalb gestern die Feuer- und Rettungswache 4 an der Zillestraße, wo ein Treffen arrangiert werden konnte. Mit Ausnahme des verhinderten Notarztes waren alle Beteiligten anwesend, um die einstige Patientin nun auch persönlich kennenzulernen.

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