Japan von schwerem Erdbeben getroffen


Tokio (rd.de) – Ein schweres Erdbeben hat Japan getroffen. Das Epizentrum lag etwa 400 Kilometer nordöstlich von Tokio. Für den ganzen Westpazifik wurde Tsunamiwarnung gegeben.

Nach bisherigen Messungen erreichte das Beben eine Stärke von 8,9 auf der Richterskala. Von der nordöstlichen Küste der Hauptinsel Honshu werden bereits schwere Überflutungen durch anlaufende Tsunamiwellen gemeldet. Behörden erwarten Wellen bis zu 6 Metern Höhe. In Tokio führte das Beben zu Stromausfällen und lokalen Bränden. Über das genaue Ausmaß der Schäden gibt es noch keine verlässliche Informationen.

Die Regierung traf sich zu einer Krisensitzung. Das Militär bereitet sich nun auf Hilfseinsätze vor.

Das GfZ-Potsdam hat das Erdbeben um 6.46 Uhr registriert. Dr. Klaus-G. Hinzen von der Erdbebenwarte Bensberg der Uni Köln wies im WDR darauf hin, dass Erdbeben mit einer Magnetude um 9 zu den seltenen Ereignissen zählen. In den letzten 100 Jahren hätten nur sechs Beben eine solche Stärke erreicht. In Japan wurden bereits Nachbeben mit einer Stärke von 7 auf der Richterskala gemessen.

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