Jahresbilanz der DGzRS: 1135 Menschen gerettet


Bremen (DGzRS) – Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben im Verlauf des Jahres 2012 insgesamt 1135 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit (2011: 1.323). Insgesamt ist die Rettungsflotte der DGzRS 2117 Mal im Einsatz gewesen. Die aktuellen Zahlen stellte das Rettungswerk am Dienstag (29.01.2013) vor.

Zu den herausragenden Einsätzen des Jahres 2012 gehörten die Rettung zweier Schiffbrüchiger aus der sieben Grad kalten Nordsee nach dem Sinken ihres Bootes vor Norderney am 14. März und ein brennender Fischkutter vor Sylt am 22. März. Am 21. Juni brach im voll besetzten Hafen von Laboe während der Kieler Woche an Bord einer Segelyacht ein Feuer aus. Die Seenotretter verhinderten, dass die Flammen auf weitere Schiffe übergriffen.

Besonders arbeitsreich war das Wochenende 22./23. September für die Seenotretter. Bei starken Nordwestwinden brachten die DGzRS-Besatzungen insgesamt rund 80 Menschen auf Nord- und Ostsee in Sicherheit.

Umfangreichster Einsatz 2012 war die Suche nach einem über Bord gegangenen Seemann eines Forschungsschiffes in der Deutschen Bucht am 8. August. Koordiniert von der Seenotleitung Bremen der DGzRS waren vier Seenotkreuzer, über 20 weitere Schiffe und mehrere Hubschrauber 14 Stunden lang im Einsatz, ohne dass der Schiffbrüchige gefunden werden konnte.

Zu den Höhepunkten aus Sicht der Seenotretter im abgelaufenen Jahr zählte die Indienststellung eines neuen 36,5 Meter langen Seenotkreuzers für die Station Sassnitz.

Auch im Jahr 2013 soll die Modernisierung der Rettungsflotte fortgesetzt werden. Für die Station List auf Sylt ist der vierte Neubau der 20-Meter-Klasse vorgesehen. Das Schiff mit der internen Bezeichnung SK 34 soll im Herbst 2013 die dann 28 Jahre alte „Minden“ ablösen.

Ferner haben die ersten Planungen für einen völlig neuen Schiffstyp begonnen. Er soll voraussichtlich ab 2015 nach und nach die Seenotkreuzer der heutigen 27,5-Meter-Klasse ersetzen.

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