Internationales Rotes Kreuz bereitet sich auf Libyen-Einsatz vor


Rotkreuzmuseum Genf, Julius KusumaBerlin / Genf (DRK) – Das Deutsche Rote Kreuz ruft die Konfliktparteien in Libyen dazu auf, das Humanitäre Völkerrecht zu achten und die Bergung und Betreuung von Verletzten zuzulassen und medizinische Einrichtungen, Fahrzeuge und Personal bei Angriffen zu verschonen.

Gleichzeitig stellt die Hilfsorganisation in Abstimmung mit dem Internationalen Roten Kreuz in Genf (IKRK und IFRK) medizinisches Personal und Ausrüstung zur Betreuung von Konfliktopfern bereit.

„Die Situation ist weiterhin sehr unübersichtlich, aber wir müssen den Menschen zur Seite stehen“ sagt Rotkreuz-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Im Moment wird ein medizinisches Team für den Einsatz in Libyen zusammengestellt, bestehend aus einem Chirurgen, einem Anästhesisten und zwei Krankenschwestern. Sie sollen so schnell wie möglich versuchen über die Nachbarstaaten ins Land zu gelangen, um den Libyschen Roten Halbmond bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Ein zweites Team des Norwegischen Roten Kreuzes steht ebenfalls bereit, um Verletzte zu versorgen. Die Teams werden mit medizinischer Spezialausrüstung für Kriegsverletzungen, so genannten „War Wounded Kits“ ausgestattet. Diese Ausrüstung ist speziell für die Opfer von Kriegen und Konflikten ausgelegt, dient also besonders der Behandlung von Schusswunden, Verletzungen durch Explosionen oder Brandwunden. Die Bundesregierung beteiligt sich wesentlich an den Kosten in Höhe von 200.000 Euro.

Wann die Teams im Einsatzgebiet sein können, ist bisher unklar, da zuvor wichtige Sicherheitsfragen geklärt werden müssen. Das Internationale Rote Kreuz hat Kontakt zu Regionalstützpunkten des Libyschen Roten Halbmondes.

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