Internationale Seenotübung am Bodensee


Eine Suchkette aus Rettungsbooten auf dem Bodensee (Foto: Wasserwacht Lindau)Lindau (pm) – Im Rahmen der durch die Polizeiinspektion Lindau organisierten diesjährigen Internationalen Seenotübung bewiesen Wasserwacht und DLRG ihre Professionalität. Bei einem Bootsunfall gingen drei Personen über Bord, der Unfallverursacher flüchtete.

Vor Wasserburg ereignete sich laut Übungsszenario ein Unfall zweier Boote, wobei eines davon ein Seezeichen gerammt haben und gesunken sein sollte. Dabei wären drei Personen über Bord gegangen. Der Unfallverursacher sei flüchtig.

Zwei Personen konnten sehr rasch durch die Feuerwehr Wasserburg gefunden und an Land gebracht werden. Nach dem dritten Insassen des Havaristen musste nun gesucht werden. Die Wasserwacht Ortsgruppe Lindau übernahm dabei die Einsatzleitung-See und organisierte rasch die Aufstellung einer Suchkette. Vom als Führungsschiff agierenden MRB “Seewolf” aus koordinierten die Lindauer Wasserretter die notwendigen Aktionen. Neben THW, Feuerwehr und dem Wasserwachtboot Nonnenhorn wurden auch DLRG, Polizei und Zoll durch die Wasserwacht Lindau in die Suchformation eingebunden.

Im Zuge der Suche wurde am Seezeichen 57b eine Person im Wasser entdeckt. Die Wasserwacht sandte die beiden DLRG-Boote aus, um die Situation zu klären. Ein Bewusstloser konnte an Bord genommen und anschließend dem Landrettungsdienst übergeben werden. Da zunächst unklar war, ob es sich bei dem Bewusstlosen um die noch vermisste Person handelte, wurde die Suche fortgesetzt. Nachdem die beiden Erstgeretteten den Dritten eindeutig identifizieren konnten, stoppte die Wasserwacht OG Lindau vom Führungsschiff aus die Suchaktionen.

Mittlerweile waren die getrennt laufenden Fahndungsaktionen der Polizei nach dem flüchtigen Motorboot erfolgreich. Kurz vor Langenargen konnte dass Boot gestellt werden. Dabei gab der Bootsführer an, er habe vor Kressbronn eine Person verloren, welche sich nun im Wasser befände. Alle eingesetzten Boote trafen sich auf diese Meldung hin im entsprechenden Planquadrat. Dort organisierte die vor Ort befindliche Wasserschutzpolizei-BW eine neue Suchkette. Durch ein Zoll-Boot wurde seeseitig die Sichtung einer im Wasser treibenden Person gemeldet. Das Wasserwachtboot “Seewolf” wurde ausgeschickt, um die Person (einen Dummy) an Bord zu nehmen. Damit konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Gesamteinsatzleitung lag bei der Kreiswasserwacht Lindau und wurde im WSP-Gebäude am Segelhafen wahrgenommen.

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