Intensivverlegungsdienst Niedersachsen: positive Bilanz


Oldenburg/Hannover (JUH) – Eine positive Bilanz nach einem Jahr Intensivverlegungsdienst zog jetzt Uwe Schünemann, Innenminister des Landes Niedersachsen, anlässlich eines Festaktes bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Oldenburg.

„Mit dem Intensivverlegungsdienst wurde ein erheblicher Zuwachs an medizinischer Versorgungsqualität geschaffen“, betonte Schünemann. Es sei ein Verdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe, die durch intensives Engagement darauf hingewirkt hat, dass für den Intensivverlegungsdienst rechtliche Grundlagen geschaffen wurden, so Schünemann weiter. Mit dieser besonderen Form des Krankentransports werden Patienten zwischen verschiedenen Spezialkliniken befördert, die während der Fahrt eine spezielle intensivmedizinische Versorgung benötigen.

Schünemann würdigte als Verantwortlicher für den Rettungsdienst im Land die Professionalisierung des Intensivverlegungsdienstes nach der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes (NRettDG) im Jahr 2007.

Damals wurden die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz von Intensivverlegungswagen (ITW) erstmals formal festgeschrieben. Die Johanniter der Ortsverbände Hannover und Oldenburg, die bereits seit 2000 einen Intensivverlegungsdienst betrieben, erhielten im April 2008 den Zuschlag für zwei Standorte in Niedersachsen. Rund 1500 ITW-Einsätze sind die Johanniter seitdem gefahren.

„Die Johanniter sind bedeutender Arbeitgeber und starker Leistungsträger im gesundheitlichen und sozialen Bereich und traditionell erfolgreich im Rettungsdienst tätig“, zog Schünemann Bilanz.

Für Thomas Mähnert, Landesvorstand der Johanniter in Niedersachen/Bremen, war der Festakt gleichzeitig ein Jubiläum: „Wir blicken heute nicht nur auf gut ein Jahr erfolgreiche ITW-Einsätze zurück, sondern auf eine aus unserer Sicht bereits 25-jährige Erfolgsgeschichte mit dem ITW und seiner Vorgängersysteme.“ Im Hinblick auf die aktuelle Situation der Ausschreibungsverfahren für den Rettungsdienst  richtete Mähnert die Bitte an den Innenminister, sich für den Erhalt der bewährten hauptamtlich organisierten und ehrenamtlich optimal ergänzten Systeme einzusetzen, auf denen auch der Intensivverlegungsdienst basiert.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?