Innenminister Gall: „Der europaweite Notruf 112 muss bekannter werden“


Stuttgart (pm) – „Über 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, dass sie im Notfall den Notruf 112 europaweit wählen können“, sagte Reinhold Gall, Innenminister von Baden-Württemberg, am Montag (09.12.2013) in Stuttgart.

Gall berief sich dabei auf eine aktuelle Studie des Eurobarometers. „Dabei kann der Euronotruf 112 lebensrettend sein“, so Gall. Um den Euronotruf bekannter zu machen, hat der Politiker die Schirmherrschaft für das Projekt „112 – Feuerwehren und Rettungsdienste denken europäisch“ übernommen. Es wird vom Europa-Zentrum Baden-Württemberg und dem Europe Direct-Informationszentrum Stuttgart durchgeführt.

Ziel der Aktion sei es, dass Feuerwehren und Rettungsdienste sich aktiv für die Bewerbung der europaweiten Gültigkeit des Notrufes 112 einsetzten, heißt es in einer Mitteilung des Informationszentrums. Eine gute Möglichkeit sei es, die Fahrzeuge mit dem blau-gelben Logo des Euronotrufs zu bekleben und dies auch der Öffentlichkeit vorzustellen, so der Innenminister.

Die mit der Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt, der Flughafenfeuerwehr Stuttgart, einzelnen Freiwilligen Feuerwehren und dem DRK-Kreisverband Stuttgart durchgeführte Pilotphase sei erfolgreich verlaufen. Dort werde jetzt durch die „Notruf-112-europaweit“-Beklebung bei jeder Einsatzfahrt der Feuerwehr oder des DRK-Kreisverbandes für die europaweite Gültigkeit des Notrufs 112 geworben.

Reinhold Gall lädt deshalb die Feuerwehren und Rettungsdienste in Baden Württemberg ein, den Euronotruf stärker zu bewerben. Ein guter Anlass sei dafür der 11. Februar 2014. Der 11.2. wurde vom Europäischen Parlament, der EU-Kommission und den EU-Mitgliedstatten zum europaweiten „Tag des Notrufs“ erklärt.

3 Responses to “Innenminister Gall: „Der europaweite Notruf 112 muss bekannter werden“”

  1. Sepp Daxberger on Dezember 11th, 2013 12:44

    Das ist mir neu, dass im Ländle das DRK die 112 bewirbt, hat man doch jahrelang wie auch in Bayern die Einführung der 112 blockiert.
    Schön wie wendefähig das Rote Plus ist.

  2. Jörn on Dezember 11th, 2013 17:36

    @Sepp: Da war über Jahre sanfter Druck notwendig – auch innerverbandlich! 😉

    Abendliche Grüße aus dem Südwesten

  3. Achim on Dezember 11th, 2013 17:38

    @Sepp wieso das rotePlus? Wenn es nach denen ginge hätten wir jetzt noch die Servicenummer19222.Das ist mal wirklich der Politik zuzuschreiben.Die CDU hat das notgedrungen auf Druck der Bürgerinitiative Rettungsdienst und in Teilen der FDP halbherzig angestossen und das SPD geführte Innenministerium forciert das jetzt mal.Aber ansonsten geht da immer noch nucht viel im Ländle. No nix narrets ist die Devise. Auf Hochdeutsch: immer schön langsam.

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