Indienststellung neue Engstellenrettungstrage


Foto: Alexander MaierTübingen (rd.de) – „Sie ist der Mercedes unter den Spezialtragen. Und wir haben sie bekommen!“ Sichtlich begeistert zeigte sich Einsatzleiter Ingo Bauer vergangenen Sonntag am Trainingsturm der Höhlenrettung Baden-Württemberg.

Anlässlich einer Seiltechnikübung übergaben Georg Stefanovic von der Firma Syntura und Thomas Waibel vom Outdoor-Veranstalter Purelements  der Tübinger Höhlenrettungsgruppe auf dem Reutlinger „Käpfle“ eine so genannte Engstellentrage.

„Das aus England importierte Modell ist das modernste Gerät seiner Art auf dem Markt und das bislang einzige in Deutschland“, freute sich Bauer. Das Design erlaubt eine stabile Immobilisierung des Wirbelsäulenbereichs, schützt aber dank eine beweglich angebrachten Kunststoffschürze auch die Beine bei einem Schleiftransport in engen Höhlenpassagen. Dank einer ausgeklügelten Seilbefestigung kann die Trage auch durch enge Schächte aufgezogen werden. Zusammengerollt misst sie bei einer Länge von gut einem Meter nur knapp 40 cm im Durchmesser und kann im Packsack auf dem Rücken getragen oder hinter sich hergezogen werden. 

Wo andere Tragen zu starr sind, kommt man mit diesem Gerät auch um die eine oder andere enge Ecke. Da die kostspielige Trage nicht mal „eben so“ aus dem Vereinsbudget bezahlt werden kann, sprangen die Höhlentouren-Anbieter Purelements und Syntura mit einer Großspende in die Bresche. „Ein Prinzip unserer Firmen ist, stets ein Prozent unseres Gewinns sozialen Projekten zukommen zu lassen“, erläutert Waibel.

Für Einsatzleiter Ingo Bauer ist die Trage bei schwierigen Einsätzen von großem Nutzen:  „Dank der vielfältigen Eisatzmöglichkeiten und der Flexibilität der Trage sind wir nun auch bei Rettungen aus sehr engen Höhlengängen und Stollen gut aufgestellt.“

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?