ILts Koblenz geht bald in Betrieb


Auf dem Foto u.a.: Staatssekretär Roger Lewentz (2. v.l.), Landrat Dr. Alexander Saftig (5. vl.) Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein (6. v.l.) und Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (2. v.r.), die sich die Technik eines Leitstellenarbeitsplatzes zeigen lassen.

Staatssekretär Roger Lewentz (2. v.l.), Landrat Dr. Alexander Saftig (5. vl.) Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein (6. v.l.) und Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (2. v.r.), die sich die Technik eines Leitstellenarbeitsplatzes zeigen lassen.

Koblenz (pm) – Wer in wenigen Wochen in der Region die 112 wählt, der telefoniert dann mit der Integrierten Leitstelle (ILts) in Koblenz. Gemäß den Vorgaben des Rettungsdienstgesetzes sind in Rheinland-Pfalz insgesamt acht Integrierte Leitstellen für Rettungsdienst, die allgemeine Hilfe sowie den Brand- und Katastrophenschutz einzurichten. Koblenz ist eine von ihnen.

In den Städten mit einer Berufsfeuerwehr wird die Integrierte Leitstelle in der Trägerschaft der Stadt angesiedelt. Drei Leitstellen stehen in der Trägerschaft des DRK, erklärte Innenstaatssekretär Roger Lewentz bei der Vertragsunterzeichnung zur Einrichtung der ILts in Koblenz. Lewentz sieht in der Einrichtung einen Quantensprung bei der Technik und beim Schutz für die Bevölkerung.

Die Integrierte Leitstelle Koblenz erfüllt die Aufgaben des Rettungsdienstes für die Stadt Koblenz und die Landkreise Mayen-Koblenz, Ahrweiler sowie Cochem-Zell. Sie übernimmt zudem die Erstalarmierung der Freiwilligen Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten der beteiligten Landkreise und die Einsatzleitstelle für den Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz.

Das Versorgungsgebiet umfasst dann ca. 2.500 Quadratkilometern mit ca. 515.000 Einwohnern. Dies hob Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig hervor, der die überregionale Zusammenarbeit sehr begrüßt. Er freue sich, dass die Kreistage sowie der Koblenzer Stadtrat „grünes Licht“ für dieses Projekt gegeben haben.

Neben der Freude über die neue ILts kommt beim Landrat Mayen-Koblenz Dr. Alexander Saftig auch ein wenig Abschiedsschmerz auf, denn die Leitstelle für den Rettungsdienst war bisher in Mayen untergebracht. Die laufenden Arbeiten haben aber zu einem guten Ergebnis geführt und er dankte besonders für die gute Integration der Mitarbeiter aus der Mayener Leitstelle.

Mit Schreiben vom 30. Juni 2009 hat Staatsminister Karl Peter Bruch die Stadt Koblenz beauftragt, in Abstimmung mit der zuständigen Rettungsdienstbehörde bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, die Integrierte Leitstelle Koblenz umzusetzen.

Im Nachgang zu dem Ministerschreiben haben alle Beteiligten, einschließlich das DRK als Träger des Rettungsdienstes gemeinsam die Planung aufgenommen. Zielsetzung war die Inbetriebnahme zum 1. Januar 2011.

Ab Anfang Januar 2011 wird von der Testphase in den „Realbetrieb“ umgeschaltet. Das System kann nun unter reellen Einsatzbedingungen erprobt werden. Unter der Voraussetzung, dass alle Komponenten störungsfrei laufen, kann in der zweiten Januarhälfte die vollständige Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Koblenz erfolgen. Die bisherige Feuerwehrleitstelle Koblenz und Rettungsleitstelle Mayen stellen den eigenständigen Betrieb ein.

Die neue Leitstelle in Koblenz wird rund 99.000 Rettungsdiensteinsätze und Krankentransporte und etwa 5.500 Einsätze der Feuerwehr disponieren.

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