ILS-Alarmierungsprobleme in Bayern


München (rd.de) – Berichte über Probleme mit der Alarmierungssoftware in den neuen Integrierten Leitstellen Bayerns, sorgen für Unruhe und Widersprüche. Mancher Alarm geht offenbar nur mit Zeitverzögerung raus.

Die in Bayern verwendete Software ELDIS III By macht Probleme berichtete Franz-Josef Hench, der als Chef der Würzburger Berufsfeuerwehr die kommunalen Leitstellen vertritt. Offenbar lassen sich externe Schnittstelle nur mit großer Zeitverzögerung ansprechen. Die Software ist also zu langsam.

Der Abteilungsleiter Integrierte Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg, Dipl. Ing. Marc Gistrichovsky, bestätigte, dass solche Probleme in der Diskussion stünden.

In Nürnberg soll die Integrierte Leitstelle frühestens im September 2009 in Betrieb gehen, informiert hierzu Dr. Rainer Hutka, stellvertretender Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums des Innern.

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung äußerte sich der Nürnberger Feuerwehrchef Volker Skrok hingegen deutlicher. Dort heißt es, die Inbetriebnahme der neuen Leitstelle für Nürnberg, Fürth und Erlangen, sei wegen der technischen Schwierigkeiten verschoben worden: „Wir möchten mit diesen Problemen nicht in Betrieb gehen.“ Offenbar handelt es sich doch um ein größeres Problem. In Nürnberg glaubt man, dass eine neue Softwareversion nach einem erfolgreichen Testlauf erst Ende 2009 zur Verfügung steht.

Davon will man beim Staatsministerium des Inneren nichts wissen. In einer schriftlichen Auskunft des Ministeriums heißt es: Mit der landesweit einheitlichen Einsatzleitsoftware ELDIS III By arbeiten bereits sechs Integrierte Leitstellen in Bayern erfolgreich.

Es sei lediglich in einer Leitstelle bei der Ansteuerung von externen Schnittstellen, wie zum Beispiel bei einem Wachalarm oder einem Alarmdrucker, zu Verzögerungen im Systemverhalten gekommen.

Zudem sollen diese Probleme bereit Anfang 2009 vom Softwarehersteller behoben werden.

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