Humedica entsendete Team nach L’Aquila


Kaufbeuren (ots/rd.de) – Die Folgen des schweren Erdbebens, das in der Nacht zum Montag Mittelitalien erschütterte, sind weitaus verheerender, als zunächst befürchtet. Gestern Abend sendete die Hilfsorganisation Humedica ein zweiköpfiges Erkundungsteam nach L´Aquila.

Die Provinzhauptstadt L’Aquila gleich jedoch einer Trümmerwüste, was leider vermuten lässt, dass die Zahl der Opfer steigen wird. Derzeit ist von 179 Toten die Rede.

Die international engagierte Hilfsorganisation humedica hat sich noch gestern entschlossen, ein zunächst zweiköpfiges Team in die rund 85 Kilometer von Rom entfernte Region zu entsenden. Dank der Unterstützung des Allgäuer Geschäftsmannes Stefan Unzicker sind Koordinator Markus Köhler (Kaufbeuren) sowie der Erdbeben erfahrene Chirurg, Professor Dr. Bernd Domres (Tübingen), noch gestern Abend vom Fliegerhorst Kaufbeuren aus in die Abruzzen gestartet; der Unternehmer stellt sein Kleinflugzeug für den Hilfseinsatz zur Verfügung und wird das Team direkt nach L’Aquila fliegen.

Mit an Bord haben die Ersthelfer ein Medikamentenkit, das speziell für Katastrophen wie dieses furchtbare Erdbeben zusammengestellt wurde. Koordinator Markus Köhler ist Leiter der Abteilung Projekte und Programme in der Hauptzentrale von humedica.

Bernd Domres gehört zu den renommiertesten Chirurgen und Katastrophenmedizinern Deutschlands. Der ehemalige Leiter des Universitätsklinikums Tübingen ist Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin e. V. und zudem Mitglied der Schutzkommission beim Bundesminister des Inneren im Fachbereich Medizin. Professor Domres war zuletzt im August 2007 für humedica im Einsatz, damals beim Erdbeben im peruanischen Pisco.

Aus italienischen Regierungskreisen verlautet, Ministerpräsident Berlusconi habe inzwischen Hilfsangebote aus 35 Ländern erhalten. Nach unseren Informationen hat Italien aber noch keine Hilfe aus den Ausland angefordert.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?