Horrorcrash könnte eine Beziehungstat gewesen sein


Parkstein (pol) – Am Sonntagmittag ereignete sich auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Parkstein und Weiden ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 46-Jähriger in seinem BMW verbrannte und vier weitere Personen – darunter zwei Kinder – zum Teil schwer verletzt wurden.

Der Unfall ereignete sich, als ein 46-Jähriger mit seinem BMW in Richtung Weiden fuhr und mit einem entgegenkommenden Opel Corsa zusammenprallte. Nach Aussagen von hinzukommenden Verkehrsteilnehmern fing der BMW Feuer. Drei Helfer versuchten deshalb von beiden Seiten den eingeklemmten Fahrer aus dem Pkw zu ziehen. Letztendlich war ihre Hilfe vergebens. Der zuletzt in Weiden lebende Mann verbrannte. Zwei Helferinnen erlitten deshalb einen Schock. Während eine im Krankenhaus Eschenbach ambulant behandelt wurde, konnte die zweite Helferin nach ambulanter Behandlung noch an der Unfallstelle entlassen werden.

Auch die Fahrerin des Opel Corsa wurde eingeklemmt und musste von den Feuerwehreinsatzkräften aus dem Autowrack geschnitten werden. Mit lebensgefährlichen Verletzungen verbrachte sie ein Rettungshubschrauber in die Uniklinik Bayreuth. Nach einer Notoperation besteht immer noch akute Lebensgefahr.

Die auf dem Rücksitz befindlichen Söhne erlitten ebenfalls schwerste Verletzungen. Bei dem 9-jährigen Sohn forderten die Notärzte ebenfalls einen Rettungshubschrauber an, der den lebensgefährlich Verletzten in die Uniklinik nach Erlangen flog. Seinen 6-jährigen Bruder verbrachte das BRK ins Klinikum Weiden. Der Beifahrer, ein 38-Jähriger aus dem Raum Schwandorf, wird in Weiden mit mittelschweren Verletzungen stationär behandelt.

Anfänglich ging die Polizei von einem fahrlässig verursachten Verkehrsunfall aus. Bei den polizeilichen Überprüfungen ergaben sich jedoch Anhaltspunkte, die weitere Ermittlungen erfordern. Dafür spricht die Tatsache, dass es sich bei den Unfallbeteiligten um ein getrennt lebendes Ehepaar handelt. Die Fahrzeuge prallten nahezu frontal auf dem gerade verlaufenden Streckenabschnitt kurz nach Parkstein zusammen. Ob tatsächlich ein vorsätzlich verursachter Unfall oder gar ein Tötungsdelikt gegeben ist, bedarf nun weiterer Ermittlungen.

Ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Weiden befand sich persönlich an der Unfallstelle. Er ordnete die Sicherstellung der beiden Fahrzeuge an und zog einen Gutachter hinzu. Zudem hat er die Obduktion des 46-Jährigen angeordnet. Die weiteren Ermittlungen hat noch vor Ort die Kriminalpolizei Weiden übernommen.

In zahlreicher Stärke waren die Hilfs- und Rettungsdienste vertreten. Neben Polizeieinsatzkräften aus Neustadt/WN und Weiden war das BRK mit zwei Notärzten und 26 weiteren Helferinnen und Helfer vertreten. Inbegriffen ist ein Kriseninterventionsteam des BRK, welches sich um vorrangig um die Helfer kümmerte.

Die Feuerwehren von Weiden und Parkstein befanden sich mit mehreren Fahrzeugen und 47 Einsatzkräften an der Unfallstelle.

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