Höhere Einsatzvergütung für Notärzte in Sachsen


Notarzt_580Dresden (rd.de) – Die gesetzlichen Krankenkassen und die Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Notärzte (AGSN) haben eine höhere Vergütung der Notarztdienste in Sachsen vereinbart.

Die Krankenkassen zahlen für die Dienste in diesem Jahr rund 23 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung um 6,3 Prozent gegenüber 2015.

Mit der Vereinbarung wird die Bezahlung der Tages- und Nachtdienste einander angenähert. Die Angleichung soll Tagesschichten für Notärzte attraktiver machen. In letzter Zeit war es zunehmend schwieriger geworden, alle Tagesdienste personell abzusichern. Die Teilnahme an Notarztdiensten erfolgt in Sachsen nach dem Freiwilligkeitsprinzip. Die überwiegende Zahl der Notärzte erbringt die Dienste neben ihrer Tätigkeit in Klinik oder Praxis in der Freizeit. 2015 wurden insgesamt 54.881 Schichten – rund 98 Prozent – besetzt.

„Wenn die Verbesserung der Vergütung auch ein wichtiges Signal für die nächsten beiden Jahre ist, so werden damit jedoch nicht alle Probleme gelöst“, sagt der AGSN-Vorsitzende Sven Spenke. „Der Notarztdienst substituiert gegenwärtig in vielen Fällen viel zu aufwändig unzureichende Vorhaltungen anderer medizinischer Notfallsysteme, die dringend neu organisiert werden müssen. Ebenso ist es erforderlich, die Rahmenbedingungen für den Notarztdienst zu verbessern, hier sind neben Krankenkassen und AGSN auch Kommunen und Krankenhäuser in der Pflicht.“

(04.02.2016; Symbolfoto: Markus Brändli)

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