Hilferuf ein schlechter Scherz


Husum (ots) – Am Samstag rief gegen 22.40 Uhr ein junger Mann bei einem Anwohner aus Garding an, um diesen auf eine Notsituation aufmerksam zu machen. Der Anrufer teilte mit, dass er einen Autounfall gehabt hätte und sich nun stark blutend in einem Waldstück bei Tetenbüll befinde. Der Anrufer war sehr fahrig, seinen Namen nannte er nicht. Der Gardinger machte das einzig Richtige: er informierte Rettungsdienst und Polizei.

Die Leitststelle alarmierte die freiwilligen Feuerwehren aus Tönning, Garding, Oldenswort und Tetenbüll zur Personensuche. Insgesamt waren 14 Fahrzeuge mit 88 Feuerwehrkameraden, ein Rettungstransportwagen und die Polizei an der Suchaktion beteiligt. Doch nach ein paar Stunden stellte sich heraus: es waren weder ein Auto, noch eine verunfallte Person zu finden. Auch ein weiterer Anruf blieb aus. Gegen 2 Uhr wurde die intensive Suche eingestellt.

Bis heute sind bei der Polizei keine weiteren Meldungen eingegangen. Die Polizei geht nun von einem vorgetäuschten Anruf aus und hat die Ermittlungen zur Identitätsfeststellung des noch unbekannten Anrufers aufgenommen. Sollte der Anrufer ermittelt werden, so erwartet ihn nicht nur ein Strafverfahren wegen Vortäuschen eines Unglücksfalles, sondern auch eine Übernahme der entstandenen Kosten.

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