Heumarer Dreieck: Stromunfall bei Bergungsarbeiten


Köln (BF) – Bei Bergungsarbeiten an einem verunfallten Lkw im Autobahndreieck Köln-Heumar kam es am Sonntag (01.12.2013) gegen 00:30 Uhr zu einem Stromüberschlag mit Lichtbogen. Fünf Menschen wurden verletzt.

Im Autobahndreieck Heumar war auf der Verbindung zur Autobahn A 4 Richtung Aachen am Vorabend ein Lkw verunglückt. Um das havarierte Fahrzeug zu bergen, richteten die Mitarbeiter einer Bergungs-Fachfirma den Kranausleger ihres Autokrans auf. Dabei kam der Ausleger zu nahe an eine Fernnetz-Hochspannungsoberleitung mit 220 kV. Die Folge war ein Lichtbogen als Stromüberschlag. Die Oberleitung selbst wurde nicht berührt und blieb ohne Schäden.

Bei der Entstehung des Lichtbogens saß der Kranführer vom Strom größtenteils geschützt im Führerhaus des Krans. Vier Personen standen jedoch nur wenige Meter neben dem Kran. Sie trugen mittelschwere bis leichte Verletzungen davon. Der Kranführer erlitt einen psychischen Schock.

Der Stromschlag war als gleißender Blitz noch in zwei bis drei Kilometern Entfernung zu sehen. Im unmittelbaren Bereich des Krans verursachte er einen Feuerball, der für die Verletzungen ursächlich war.

In 15 Meter Entfernung liegen auf der Autobahn Induktionsstreifen aus Metall als Staudetektoren unter der Fahrbahndecke. Offensichtlich durch die gute elektrische Leitfähigkeit trat der Strom an zwei Stellen aus dem Erdreich aus. Dabei wurde Asphalt an zwei Flächen von jeweils ca. 50 mal 50 Zentimeter und einer Tiefe von drei bis vier Zentimetern herausgeschleudert. Durch das Herausschleudern des Asphalts entstanden keine Schäden.

Die drei mittelschwer Verletzten mussten noch vor Ort durch den Rettungsdienst und einen Notarzt medizinisch behandelt werden. Die zwei leichter Verletzten wurden ebenfalls zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus transportiert.

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