Hessen: 25 Rucksäcke für Voraus-Helfer übergeben


Übergabe von 25 Notfallrucksäcken an Voraus-Helfer in Hessen. Foto: DRK

Übergabe von 25 Notfallrucksäcken an Voraus-Helfer in Hessen. Foto: DRK

Wiesbaden (DRK) –Stefan Grüttner, Gesundheitsminister in Hessen; hat am Montag (16.12.2013) in Wiesbaden 25 Notfallrucksäcke an Voraus-Helfer im Lande übergeben.

„Der Rettungsdienst in Hessen genießt hohes Ansehen“, sagte Grüttner. Hessen habe mit zehn Minuten die kürzeste Hilfsfrist aller Flächenländer. Außerdem habe das Land sowohl die rechtlichen als auch organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, damit die „Golden Hour“ eingehalten werde.

Der Einsatz von Voraus-Helfern mache die Notfallversorgung in Hessen noch effektiver. „Die ehrenamtlichen Voraus-Helfer überbrücken im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Sie ergänzen den Rettungsdienst und haben sich zu einem wertvollen Bestandteil einer leistungsfähigen Rettungskette entwickelt, was den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt“, erklärte Grüttner.

Die Rucksäcke sind unter anderem mit Einwegbeatmungsbeutel und Taschenmasken mit Sauerstoffanschluss bestückt. Hannelore Rönsch, Präsidentin des DRK-Landesverband Hessen, betonte, dass die Ausrüstung schon nächste Woche im Einsatz sein werde: „Wir sind stolz auf unsere ehrenamtlichen Helfer, die in ihrer Freizeit eine 80-Stunden-Ausbildung absolviert haben und nun mit den Rucksäcken perfekt ausgestattet sind.“
 
Im vergangenen Jahr haben rund 1.800 Voraus-Helfer in Hessen etwa 2.600 Einsätze geleistet, teilte der DRK-Landesverband mit. Diese First Responder können oft schneller vor Ort sein als der Rettungsdienst. Durchschnittlich brauchen sie nur fünf Minuten.

„Es sind ehrenamtliche Schutzengel, die vor Ort wohnen und 24 Stunden einsatzbereit sind. Sie werden zu internistischen, chirurgischen, pädiatrischen und sonstigen Notfällen gerufen. Oft bei lebensbedrohlichen Zuständen oder solchen, die es laut Meldebild werden könnten“, erklärte Regina Radloff, stellvertretende Landesbereitschaftsleiterin des Deutschen Roten Kreuz in Hessen. „Die Arbeit ist zu 100 Prozent ehrenamtlich, einen Dienstplan gibt es deshalb nicht“, ergänzt Radloff. Die große Stärke der Voraushelfer: Sie sind nicht nur extrem schnell vor Ort, sondern kennen sich in ihrem Einsatzgebiet auch perfekt aus. Abgelegene Waldstücke oder verlassene Feldwege stellen keine Hindernisse dar.

(Foto: DRK)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?