Herzinfarkt auf Windparktender


Seenotkreuzer Arkona (Foto: DGzRS)Wustrow (DgzRS) – Einem 50-jährigen Mann an Bord eines Windparktenders in der Ostsee haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonnabend, den 27. November, schnelle medizinische Hilfe gebracht.

Der 22 Meter lange Katamaran „Carmel Head“ hatte am Morgen gegen 8.15 Uhr vor Wustrow/Fischland eine Dringlichkeitsmeldung an die gesamte Schifffahrt abgesetzt. Das Zubringerboot war unterwegs zur Baustelle des Ostseewindparks „Baltic 1“ und hatte einen Mann mit Verdacht auf Herzinfarkt an Bord.

Die Seenotfunkstelle „Bremen Rescue Radio“ der DGzRS fing den Notruf auf. Die Seenotleitung Bremen alarmierte den Seenotkreuzer Arkona (Station Warnemünde). „Wir hatten den Funkspruch bereits mitgehört und haben umgehend einen Notarzt bestellt“, berichtet Vormann Mario Lange.

Während der Windparktender auf Gegenkurs zurück nach Warnemünde ging, lief ihm der Seenotkreuzer entgegen. Rund sieben Seemeilen (ca. 13 Kilometer) nordöstlich Warnemünde übergab die Arkona den Mediziner. Er stabilisierte den 50-Jährigen soweit, dass der Tender Patient und Arzt an Bord behalten aus eigener Kraft Warnemünde anlaufen konnte.

Der Seenotkreuzer begleitete das Schiff zur Sicherheit, um den Mann sofort übernehmen und im Bordhospital zu behandeln können, falls sich sein Zustand verschlechtern sollte. In Warnemünde übergaben die Seenotretter den Patienten an den Landrettungsdienst. Nach Informationen der Reederei des Tenders besteht keine Lebensgefahr mehr.

Zur Einsatzzeit herrschten in der Ostsee westliche Winde zwischen drei und vier Beaufort (bis 30 km/h Windgeschwindigkeit).

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