Helfer bangen um ihre Sicherheit


Im Osten der Dem. Rep. Kongo, an der Grenze zu Ruanda, drohen blutige Kämpfe.

Im Osten der Dem. Rep. Kongo, an der Grenze zu Ruanda, drohen blutige Kämpfe.

Bonn (rd.de) – Die Hilfsorganisationen sind besorgt über die Lage im Kongo. Viele tausend Flüchtlinge seien dringend auf Hilfe angewiesen, doch die Sicherheitslage in der Provinzhauptstadt Goma lässt die Arbeit der Helfer kaum noch zu.

Aufgrund der aktuellen Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) wird die Kinderhilfsorganisation World Vision seine Mitarbeiter schnellstmöglich aus der Provinzhauptstadt Goma evakuieren. World Vision-Helfer Michael Arunga, der sich zurzeit noch im Stadtgebiet aufhält, berichtet, dass World Vision entschieden hat, sämtliche Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen von dort abzuziehen. Nachdem die Gespräche zwischen der Regierung und Rebellenführung gescheitert sind, wird damit gerechnet, dass die Kämpfe um die Stadt Goma weitergehen.

Gestern waren heftige Kämpfe zwischen der Regierungsarmee und den Truppen des Rebellengenerals Laurent Nkunda ausgebrochen. Mehr als 20.000 Männer, Frauen und Kinder sind auf der Straße und fliehen vor der Gewalt. Arunga berichtet, dass die Flüchtlinge teilweise völlig entkräftet seien. „Es sind kleine Kinder dabei, die ihre jüngeren Geschwister kilometerweit auf dem Rücken tragen. Die Menschen haben Durst, Hunger und wissen nicht, wohin sie fliehen können.“

Insgesamt gibt es in der Demokratischen Republik Kongo 1,1 Millionen Binnenflüchtlinge.

Bei der Caritas ruft man zu Spenden für die Kongo-Flüchtlinge auf, doch auch für die Caritas wird die Arbeit zunehmend gefährlicher. So sind am Dienstag Caritas-Mitarbeiter nach einer Nahrungsmittelverteilung in der Region Goma von Soldaten der Regierungstruppen ausgeraubt worden. Die Caritas Kongo versucht dennoch mit Unterstützung von Caritas international, dem Hilfswerk der deutschen Caritas, derzeit für 90.000 Menschen in Goma und Butembo das Überleben zu sichern.

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