Heftiger Zimmerbrand


(Foto: Feuerwehr München) München (BF) – In einer Wohnung im zweiten Stock eines fünfgeschossigen Wohnhauses war gestern Abend im Bereich des Schlafzimmers ein heftiger Brand ausgebrochen. Die Bewohnerin erlitt schwere Verbrennungen.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte schlugen die Flammen bereits meterhoch aus einem Fenster und drohten auf eine darüber liegende Wohnung überzugreifen. Eine Fensterscheibe dieser Wohnung war durch die Flammeneinwirkung bereits geplatzt.

Die 65 Jahre alte Bewohnerin, die zum Zeitpunkt des Brandausbruches auf dem Balkon saß, bemerkte plötzlich Rauch aus ihren Räumlichkeiten und unternahm mit einer Decke einen erfolglosen Löschversuch. Sie rettete sich wieder auf den Balkon. Von dort wurde sie von Einsatzkräften der Feuerwache Ramersdorf über eine Leiter gerettet. Bei dem Löschversuch zog sie sich Verbrennungen im Gesicht sowie eine Rauchgasintoxikation zu. Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr versorgten die Dame. Sie wurde in Begleitung eines Feuerwehr-Notarztes auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht.

Parallel zur Rettung der Frau wurde ein umfassender Löschangriff gestartet. Sowohl über den Treppenraum als auch über eine Drehleiter drangen die Feuerwehrkräfte gleichzeitig in die Wohnung vor, löschten das Feuer und verhinderten so in letzter Sekunde eine Brandausbreitung. Das Zimmer wurde komplett zerstört.  Der Rest der ca. 100 m² großen Wohnung ist durch Brandrauch und Ruß schwer beschädigt und somit unbewohnbar.

Sieben Personen aus dem Anwesen wurden während des Löscheinsatzes in einem Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr untergebracht. Da sie über Atembeschwerden klagten, wurden sie durch einen weiteren Feuerwehr-Notarzt und den Rettungsdienst medizinisch betreut. Ein elf Jahre alter Bub hatte ebenfalls Brandrauch eingeatmet. Der Rettungsdienst brachte ihn in eine Kinderklinik.

Im Zuge der Nachlöscharbeiten wurde mit einer Drehleiter die schwer beschädigte Fassade sowie die Dachterrasse mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Beides war mit heftiger Flammeneinwirkung beaufschlagt.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden durch den Brand auf mindestens 150.000 €.

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