Havarieübung auf der Unterweser


Cuxhafen (hk) – Spezialisten für Verletztenversorgung trainierten gestern (4.6.2009) den Ernstfall. 20 Verletzte wurden vom havarierten Schiff gerettet.

„Solche Übungen sind immens wichtig für uns. Alle Beteiligten gewinnen dabei wertvolle Erfahrungen“, erklärt der Leiter des Havariekommandos, Hans Werner Monsees. „Hier können Feuerwehren, Notärzte, Schiffs- und Hubschrauberbesatzungen und auch das Havariekommando selbst, die an den Standorten vermittelten Kompetenzen in die Praxis umsetzen und überprüfen“, so Monsees weiter.

Insgesamt 200 Einsatzkräfte verteilt auf fünf Schiffe und einen Helikopter haben an der heutigen Übung auf der Unterweser vor Bremerhaven teilgenommen. Unter der Leitung des Havariekommando haben die Berufsfeuerwehren Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die Firma Wiking, die Unterweser Reederei (URAG), der Lotsbetriebsverein Bremerhaven und die Deutsche Bundesmarine die Verletztenversorgung auf einem
manövrierunfähigen Schiff geübt.

In dem vom Havariekommando entwickelten Übungsszenario kollidiert der Marineversorger „Westerwald“ mit einem unbekannten Objekt. In Folge dessen müssen etwa 20 Verletzte des Havaristen versorgt, geborgen und an Land verbracht werden. Hierfür stehen den Verletztenversorgern ein Helikopter und mehrere Schiffe zur Verfügung, die die Rettungseinheiten zum Havaristen und die Verletzten an Land bringen. Ein weiterer Übungsschwerpunkt war die Koordination mehrerer Feuerwehreinheiten und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einsatzkräften.

Die heutige Verletztenversorgungsübung ist eine von 160 Übungen, die das Havariekommando pro Jahr leitet.

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