Hannover: Rettungsdienstverträge laufen 2010 weiter


Hannover (pm) – Der Regionsausschuss hat mehrheitlich die Interimsvergabe der bestehenden Verträge um ein Jahr beschlossen. Zusätzlich wurde eine Initiative verabschiedet, auf der Bundesebene aktiv zu werden.

In den Streit um die Neuvergabe des Rettungsdienstes in der Region Hannover ist Bewegung gekommen. Für das kommende Jahr ist der Rettungsdienst in der Region Hannover gesichert. Damit wurde die Planbarkeit und der Erhalt der Arbeitsplätze für 2010 erreicht. Doch die Zukunft des Rettungsdienstes ist damit nicht geklärt.

Die nun beschlossene Initiative der Region in Richtung Bundesregierung soll die hoheitliche Aufgabe des Rettungsdienstes festschreiben, um eine Ausnahme des Vergaberechts zu bewirken. Dies stellt auch die hiesigen Bundestagsabgeordneten vor weitere Aufgaben. So fanden schon im Vorfeld Dialogrunden statt. Auf Einladung des Deutschen Roten Kreuzes wurde ein Gespräch mit allen vier Vertretern der in der Region Hannover beauftragten Rettungsdienste und Maria Flachsbarth, CDU-Bundestagsabgeordnete geführt.

Desgleichen informierte sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks am 16. September im JUH-Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer über die Sorgen der Einsatzkräfte in den Organisationen.

Maria Flachsbarth sicherte den vier Rettungsdiensten ihre Unterstützung zu und versprach, alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen. Insbesondere die ehrenamtlichen Strukturen lägen ihr am Herzen. Die weitreichenden Verknüpfungen zwischen Ehren- und Hauptamt im Bereich des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes seien zum Wohl der Bevölkerung nicht zu gefährden.

Auch in Wunstorf war die Diskussion um die Ausschreibungs- und Vergabeverfahren Hauptthema des Gesprächs zwischen Caren Marks und den Geschäftsführern des DRK, Hans-Joachim Wehrhahn, des ASB, Michael Schulz, des RKT, Detlef A. Tute und der JUH-Ortsbeauftragten Monika Brüning sowie ehrenamtlichen Mitgliedern der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der JUH vor Ort. Die beiden Regionsabgeordneten Sascha Glade und Wilhelm Behne (beide SPD) als Mitglieder des Regionsausschusses für Feuerschutz, Rettungswesen und Ordnungsangelegenheiten der Region Hannover, komplettierten die Runde.

Die Ehrenamtlichen machten dabei deutlich, wie wichtig für sie die Möglichkeit zur ständigen Aus- und Fortbildung vor Ort und die Mitarbeit im hauptamtlichen Rettungsdienst ist. Der enge Wissensaustausch zwischen Rettungswachenleitung und SEG stelle einen Beitrag zur Professionalität der ehrenamtlichen Einsatzkräfte dar.

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