Handy kein Schrittmacher-Risiko


GF Maxmilian Maier (Forum Mobilkommunikation), Dr. Gabriele Zuna-Kratky (Technisches Museum Wien); Dr. Konrad Steinbach (Präsident Österreichischer Herzfonds)

GF Maxmilian Maier (Forum Mobilkommunikation), Dr. Gabriele Zuna-Kratky (Technisches Museum Wien); Dr. Konrad Steinbach (Präsident Österreichischer Herzfonds)

Wien (rd.de) – Anlässlich des Weltherztages legt der Österreichische Herzfonds zusammen mit dem Wiener Technikmuseum und der FMK eine Broschüre zum richtigen Umgang mit dem Handy für Schrittmacherpatienten auf.

Die Broschüre „Sicherer Umgang mit Handys für Patienten mit Herzschrittmachern.“ gibt den geschätzten 40.000 Herzschrittmacherträgern in Österreich hilfreiche Basisinformationen, Kontaktadressen und Tipps zum richtigen Umgang für Herzschrittmacherträger, rund ums Handy. „Für die betroffenen Menschen gibt dieses Service wichtige Hilfestellungen. Zudem zeigt es Ihnen, dass Sie der Technologie vertrauen und Sie auch nutzen können“, stimmen die drei Projektpartner überein und streichen noch einen Vorteil besonders hervor. „Damit sind die betroffenen Personen mobiler, fühlen sich im Alltag sicherer und gewinnen wieder an Lebensqualität.“

Herzschrittmacher-Träger können ohne Angst mobil telefonieren

FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier erklärt: „Herzschrittmacherträger können ungefährlich, ohne gröbere Einschränkungen mobil telefonieren“ und ergänzt: „Sie sollten das Handy (GSM und UMTS) aber – um ganz sicher zu gehen – circa 20 Zentimeter entfernt vom Implantat (zum Beispiel auf der entgegen gesetzten Seite des Schrittmachers zum Telefonieren) benutzen und das Handy nicht in der Brusttasche über dem Implantat tragen, sondern zum Beispiel am Gürtelclip“. Auch die Bedenken hinsichtlich der Beeinflussung von Herzschrittmachern durch Handymasten kann Maier ausräumen: „Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung des ARC Seibersdorf hat gezeigt, dass die Herzschrittmacher von Patienten auch unmittelbar vor Mobilfunkstationen keinerlei Beeinträchtigung zu befürchten haben.“

Das FMK (Forum Mobilkommunikation) ist eine freiwillige Interessenvertretung der Mobilfunkbranche und in Deutschland etwa mit dem Informationszentrum Mobilfunk zu vergleichen. Dennoch entspricht die Abstandsempfehlung zwischen Handy und Schrittmacher dem Ergebnis zahlreicher Untersuchungen, die seit etwa 1994 zum diesem Thema international angestellt wurden, darunter auch Untersuchungen die keineswegs von der Mobilfunkindustrie angeregt wurden.

Die Broschüre soll im Kürze auch zum Download zur Verfügung stehen: http://www.fmk.at/content.php?id=248

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