Haiti erwartet Ansturm der Helfer


Bonn (rd.de) – Trümmer und Chaos auf Haiti. Hilfskräfte aus aller Welt werden versuchen nach der Naturkatastrophe eine humanitäre Katastrophe zu verhindern.

„Wir brauchen dringend Hilfe“, schreibt Medeor-Partner Pater Rick Frechette an Action Medeor. „Unsere zwei Krankenhäuser in Petionville sind zerstört.“ Die Mitarbeiter von Action Medeor packen für diesen Partner erste Nothilfe, 28 Pakete mit einem Gewicht von fast einer Tonne, gefüllt mit medizinischer Hilfe für 30.000 Menschen.

Aber genau hier liegt das Problem. Es fehlte Haiti schon vor der Katastrophe an einer Infrastruktur. Man braucht also nicht nur Ärzte und Medikamente, sondern auch das Lazarett. Das Deutsche Rote Kreuz bereitet deshalb den Einsatz eines mobilen Krankenhauses vor, das vom DRK Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld nach Haiti gebracht werden kann. Gleichzeitig wird DRK-Personal aus der Region nach Port-au-Prince entsendet.

Das mobile Krankenhaus ist vergleichbar mit einem deutschen Kreiskrankenhaus und hat einen Wert von 1,5 Millionen Euro. Auch stehen mobile Gesundheitsstationen und Trinkwasseraufbereitungsanlagen bereit, falls dies notwendig wird. Die mobilen Nothilfeeinheiten des Roten Kreuzes sind standardisiert. So kann Material aus Deutschland von geschultem Personal aus Ländern wie der Schweiz, Kanada oder Österreich betrieben werden.

Die Rettungsspezialisten von der Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. sind für den Hilfseinsatz von der haitianischen Botschaft um Unterstützung gebeten worden. Sie suchen fieberhaft nach Flugmöglichkeiten in das Katastrophengebiet. Verbandsmaterial, Schmerzmittel, chirurgisches Besteck und Antibiotika von Action Medeor wurde speziell für die Rettungsspezialisten in Aluminiumkoffer gepackt.

Die Malteser senden zur Unterstützung der Malteser auf Haiti ein medizinisches Team bestehend aus zwei Ärzten und drei Rettungssanitätern auf die Insel. „Die Kollegen aus Haiti wissen, dass die medizinische Versorgung und auch die Versorgung mit Wasser, das überall verschmutzt ist, jetzt besonders wichtig ist“, so Ingo Radtke, Leiter von Malteser International.

Der Malteserorden unterstützt ein Krankenhaus im Norden von Haiti, eines der ärmsten Länder der westliche Hemisphäre. Mit 64 Betten, einer Kinderabteilung, einer Entbindungsstation, einer Ambulanzstation und mit einem modernen Labor ist es das einzige Krankenhaus in der Region.

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