Gutachter bestätigen Aufstockung im Rettungsdienst


Warendorf (pm) – Der Kreis Warendorf setzt sich schnelle Hilfe im Notfall ein. Deshalb hatte der Kreistag einen neuen Rettungsdienstbedarfsplan beschlossen. Die Kassen winkten ab und verlangten ein Gutachten.

Unter anderem wurdevom Kreis geplant, dass Sassenberg Standort eines Rettungswagens sein soll, die Dienstzeiten der Rettungswache Ostbevern verlängert werden und in Telgte der Notarzt seine Dienstzeit verlängert. Die Krankenkassen stimmten seinerzeit diesem Entwurf nicht zu und regten an, den gesamten Rettungsdienst gutachterlich überprüfen zu lassen. Am Freitag (16. März) wurden erste  Ergebnisse dieses Gutachtens im Kreisausschuss vorgestellt:

Alle Kernforderungen des Kreises zur Optimierung des Rettungsdienstes sieht der Gutachter als berechtigt an. Darüber hinaus hält er sogar weitere Verbesserungen für notwendig. Insbesondere soll die  Einsatzzeit in der Rettungswache Ostbevern noch weiter verlängert werden – auf künftig rund um die Uhr. Zudem soll in Sendenhorst ein neues Notarztsystem etabliert werden; die niedergelassenen Ärzte aus Drensteinfurt sollen dabei auch weiterhin mitwirken. Zusätzliche Rettungswagen sieht das Gutachten für Ahlen, Oelde und Telgte vor.

Landrat Dr. Olaf Gericke begrüßt das Ergebnis – es bestätige die Forderungen des Kreises und bringe zusätzliche Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger. „Auch wenn der Rettungsdienst damit teurer wird: Notwendige Verbesserungen der Sicherheit dürfen nicht am Geld scheitern“, so der Landrat.

Am 6. Juli soll der Kreistag über den durch das Gutachten aktualisierten neuen Rettungsdienstbedarfsplan entscheiden.

2 Responses to “Gutachter bestätigen Aufstockung im Rettungsdienst”

  1. Hanseretter on März 19th, 2012 11:14

    Warum fordern wir nicht mal ein System zur Optimierung des Einsatzes von Krankenkassen? Um dann gegebenenfalls den einen oder anderen Standort dicht zu machen!

  2. Benny on März 19th, 2012 21:31

    Wie ich bereits in anderen statements sagte, die Kassen als Kostenträger spielen eine unsägliche Rolle in diesem Land und – nicht nur – im Rettungsdienst.

    Die Ökonomisierung von ethischen und moralischen Grundwerten hat Dimensionen angenommen, die man sich vor ein paar Jahrzehnten nicht im Traum vorgestellt hätte.

    Den Politikern im Kreis Warendorf muss man gratulieren für ihre konsequente Haltung in dieser Frage, den Rettungsdienst an den Bedürfnissen der Bürger zu orientieren, statt an den Kosten alleine. Den Bürgern in diesem Trägerbereich kann man gratulieren, dass sie die Richtigen anscheinend gewählt haben.

    Wir erinnern uns bitte alle an eine Meldung der letzten Woche: Krankenkassen in Deutschland haben 20 Milliarden!!!!!!!!!!!!!! Überschuss.

    Angesichts solcher Fakten bereitet mir dieses unethische Verhalten der Krankenkassen wirklich Brechreiz.

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