Großübungen für den Ernstfall


(rd.de) Die Wochen vor den Sommerferien sind ideal für Einsatzübungen. So laufen derzeit allerorten in der Republik die Sirenen und rufen Einsatzkräfte in gestellte Großschadensituationen. Vorbereitung für den Ernstfall.

Schon letzte Woche erlebten vier Schulklassen und ca. 20 Lehrkräfte in einer Schule in Allensbach mehrere laute Detonationen und einen Feueralarm während des angenommenen Unterrichtes. Das gesamte Schulgebäude war über drei Geschosse hinweg dicht verraucht, was zur Folge hatte, dass die vier Schulklassen mit annähernd 100 Schülern sowie den Lehrkräften ihre Klassenzimmer nicht mehr verlassen konnten. Die Schulleitung setzte über die Telefonnummer 112 den Notruf zur Leitstelle ab. Diese alarmierte mit dem Stichwort „Unklare Brandmeldung Schule Allensbach – weit über 100 Personen im Gebäude“ die Feuerwehr Allensbach mit allen vier Abteilungen. Parallel hierzu alarmierte die Leitstelle auch den Rettungsdienst sowie die SEG , Notfallseelsorger, die Polizei und die Gemeindeverwaltung.

Die Feuerwehr begann über Steckleitern, Anstellleitern und die Drehleiter die Personen aus den Klassenzimmern ins Freie zu bringen. Hierbei stellte es sich als besondere Herausforderung dar, dass es für die Schüler das erste Mal war, dass sie über eine Leiter abgestiegen sind, was einigen viel Überwindung kostete. Bei der Übung wurden 108 Personen aus dem Gebäude gerettet. Die Feuerwehr Allensbach war mit 85 Kräften und 10 Fahrzeugen im Einsatz, der Rettungsdienst war mit 20 Einsatzkräften und RTW und mehreren Fahrzeugen vor Ort, 6 Feuerwehrseelsorger unterstützen den Rettungsdienst und nahmen sich der Betreuung der Verletzten und Angehörigen an.

Landsberg am Lech

„Schwerer Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter und weiteren 40 Fahrzeugen auf der A 96 – mit vielen Verletzten!“ – so lautete die Meldung am vergangenen Samstag für eine groß angelegte Katastrophenschutzübung des Landkreises Landsberg/Lech.

Durch den Gefahrgutunfall bildete sich eine Giftgaswolke, die in Richtung Kaufering zog und die Evakuierung des dortigen Seniorenstifts erforderlich machte.

Aufgrund des Notrufes wurde von der Integrierten Leitstelle ein Großaufgebot von Einsatzkräften bestehend aus Feuerwehren, Notärzten, Polizei, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk in Marsch gesetzt; neben den örtlichen Kräften kam auch Unterstützung aus den angrenzenden Landkreisen.

Brühl / Rhein-Erft-Kreis

In Brühl wurde angenommen, ein Zug mit einer Schulklasse an Bord, kollidiert mit einem Lastwagen. Über 400 Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten haben letztes Wochenede in Brühl einen solchen Unfall geprobt. Bei dem Unfall werden mehrere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt und müssen vor Ort versorgt und betreut werden.

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