Großleitstelle Oldenburg auf der Zielgeraden


Fast fertig: Polizeivizepräsident Dieter Buskohl, Frank Lehnderts (Leiter der Leitstelle der Feuerwehr und Rettungsdienst), POR Heiko von Deetzen (Leiter der Leitstelle Polizeidirektion Oldenburg) und Hans Rüger, Geschäftsführer der kommunalen Anstalt Großleitstelle Oldenburger Land) . (Foto: Polizei Oldenburg)

Oldenburg (ots) – In der künftigen Großleitstelle Oldenburger Land werden Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam unter einem Dach arbeiten. Der Generalunternehmer Siemens/Frequentis will die Leitstelle im Mai übergeben. Danach wird die Technik über Monate ausgiebig getestet.

Die Kooperative Großleitstelle Oldenburg (KGO) wird in ihrer Dimension einmalig in ganz Deutschland sein. „Hier werden Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst Sicherheit aus einer Hand produzieren“. Dieses Ziel haben Projektleiter Polizeivizepräsident Dieter Buskohl und Geschäftsführer Hans Rüger von der kommunalen Anstalt „Großleitstelle Oldenburger Land“ (GOL) nun unmittelbar vor Augen: Der Einbau und die Projektierung der komplexen Leitstellentechnik im Wert von 5,5 Mio EUR am Friedhofsweg in Oldenburg macht Fortschritte und der Generalunternehmer Siemens/Frequentis wird die Technik im Mai an uns übergeben. Nach der Übergabe der Technik stehen der Probebetrieb, in dem alle Systeme mehrfach umfassend getestet werden, sowie intensive Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen am neuen Einsatzleitsystem für die Mitarbeiter und -innen an.

Fehlerfreier Betrieb erforderlich

Oberste Priorität auf der Zielgeraden hat der zuverlässige und möglichst fehlerfreie Betrieb der neuen Leitstelle, stellen beide Projektpartner übereinstimmend fest. Eine Leitstelle biete nunmal keinen Spielraum für Experimente. Die sukzessive Aufschaltung in den Echtbetrieb ist konkret im Zeitraum Juli-September geplant. Offiziell wird die KGO im Herbst 2012 eingeweiht werden, wenn alle Partner angeschlossen sind und die Einsatzleittechnik ihre Stabilität unter Beweis gestellt hat

In der KGO nutzen zukünftig Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gemeinsam eine einheitliche Technik. Ihre Aufgaben erfüllen sie jedoch weiterhin getrennt voneinander, so dass die gesetzlichen Zuständigkeiten unverändert gewahrt bleiben. Das Notrufmanagement der Notrufe 110 (Polizei) und 112 (Feuerwehr) umfasst täglich rund 1.200 Notrufe und 900 Einsätze seitens der Polizei. Hinzu kommen ca. weitere 280 Einsätze des Rettungsdienstes und 25 Einsätze der Feuerwehr.

Versorgungsgebiete

An der „Großleitstelle Oldenburger Land“ haben sich die Landkreise Oldenburg, Ammerland, Wesermarsch und Cloppenburg sowie die kreisfreien Städte Delmenhorst und Oldenburg für den Rettungsdienst und die Feuerwehr zusammen geschlossen. Ziel der kommunalen Kooperation war zunächst die Einrichtung einer gemeinsamen Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst. Später kam die Kooperation mit der Polizei hinzu. Im Zuständigkeitsbereich der Leitstelle wird der Notruf 112 zusammengelegt. In allen Belangen des Feuerwehr- und Rettungsdienstes werden rund 725.000 Bürger auf ca. 4.000 qkm Fläche von der KGO versorgt.

Die neue Großleitstelle ist eine von fünf regionalen Polizeidirektionen im Land Niedersachsen. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Oldenburg wird der Notruf 110 zusammengelegt. Damit werden rund 1,7 Millionen Bürger auf ca. 11.223 qkm Fläche in allen polizeilichen Angelegenheiten von der Leitstelle versorgt. Das Gebiet umfasst die Bereiche der Polizeiinspektionen Cloppenburg/Vechta, Cuxhaven/Wesermarsch, Delmenhorst/Oldenburg-Land, Diepholz, Oldenburg-Stadt/Ammerland, Verden/Osterholz, Wilhelmshaven/Friesland sowie die Zentrale Kriminalinspektion mit Sitz in Oldenburg.

 

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