Großevakuierung in Vechta


Vechta (rd.de) – Bereits seit Juni 2009 plante die Stadt Vechta die Entschärfung einer 10-Zentner-Bombe. Gestern war es soweit: 8.500 Bewohner rund um den Fundort mussten ihre Häuser verlassen. Die Aktion verlief nach Plan.

Bei der Auswertung von Luftbildern ist im Bereich Füchtel in Vechta ein möglicher Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entdeckt worden. Den Radius des zu evakuierenden Bereichs hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst auf 1.000 Meter um den Fundort festgelegt. Von der Evakuierung waren auch das Marienhospital Vechta, das Haus Teresa, die Justizvollzugsanstalt für Männer und für Frauen sowie die Pater-Titus-Stiftung betroffen.

Der Termin, Sonntag 27.12.2009, wurde gewählt, um die Belastung für die Patienten des Marienhospitals zu minimieren. An diesem Tag sollte die Patientenzahl des Krankenhauses am geringsten sein.

Da der Blindgänger nicht entschärft werden konnte, wurde er an einen eigens dafür hergerichteten Sprengplatz gebracht. Der ursprünglich geplante Sprengplatz hatte die falsche Bodenbeschaffenheit, woraufhin ein anderen Areal vorbereitet werden musste. Zugleich verschob sich der Sicherheitsbereich geringfüging, so dass insgesamt 8.500 anstatt 8.000 Menschen von der Evakuierung betroffen waren. Das THW in Lohne half bei der Herrichtung und Ausleuchtung des Sprengplatzes.

Am frühen Nachmittag wurde die Bombe mittels Fernzündung kontrolliert zur Explosion gebracht.

Rund 700 Einsatzkräfte und Helfer sorgen bei der groß angelegten Evakuierung für einen reibungslosen Ablauf. Die Malteser waren mit der Transportlogistik und mit der Versorgung der Anwohner im Evakuierungszentrum betraut. Wie Tageszeitungen berichten, waren alleine 40 Fahrzeuge für den Abtransport von 200 Rollstuhlfahrern verantwortlich. Hinzu kamen Krankenwagen für Pflegebedürftige aus dem Pater-Titus-Stift. Weiterhin haben 160 Feuerwehrkräfte der Polizei bei der Evakuierung Amtshilfe geleistet.

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