Großeinsatz wegen eines Nickerchens im Wald


Frankfurt/Main (ots) – Ein vermeintlicher Suizid hat Donnerstagmittag im Frankfurter Stadtwald einen größeren Einsatz ausgelöst. Unter anderem kam auch ein Rettungshubschrauber hinzu.

Auslöser war die Mitteilung eines besorgten Bürgers, der kurz vor 13.30 Uhr die Polizeistation Neu Isenburg anrief und mitteilte, er sei beim Joggen an einem Pkw vorgekommen, dessen Auspuff die Abgase mit einem Schlauch ins Wageninnere geleitet hätte. Er befürchtete nun, dass sich der Fahrer das Leben nehmen wollte.

Umgehend wurden polizeiliche Maßnahmen eingeleitet und vorsorglich auch ein Rettungshubschrauber sowie ein Rettungswagen zum Einsatzort beordert.

Nachdem die Beamten den Wagen zunächst nicht finden konnten, kam ihnen dieser plötzlich entgegen. Die Beamten stoppten den Pkw und kontrollierten den Fahrer. Der 53-jährige Frankfurter, der einen körperlich fitten Eindruck machte, erklärte den verblüfften Beamten, er würde des Öfteren in den Wald fahren, um dort im Auto zu schlafen.

Um frische Luft zu haben, öffne er immer das Fenster. Allerdings würden dabei Abgase ins Innere gelangen. Um dieses zu verhindern, montiere er jedes Mal einen Schlauch am Auspuff und leite die Abgase dann ein Stück weiter in den Wald. Bereitwillig zeigte er den Beamten dann auch den Schlauch und demonstrierte, wie er diesen am Auspuff befestigte.

Der Mann erklärte ferner, keinesfalls vorgehabt zu haben, sich das Leben zu nehmen. Auf den Hinweis der Beamten, dass man sein Verhalten auch missverstehen könnte, reagierte der Angesprochene uneinsichtig. Da aber nicht von einem Suizidversuch ausgegangen werden konnte, durfte der 53-Jährige seinen Weg fortsetzen.

Denken Sie darüber nach, sich das Leben zu nehmen? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe in Lebenskrisen und ist Tag und Nacht anonym unter 0800/1 11 01 11 oder 0800/1 11 02 22 erreichbar.

(26.09.2008)

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