Großeinsatz von Polizei und Rettungsdienst wegen psychiatrisch Kranken


Steinfeld (pol) – Am Mittwochnachmittag ist ein 40-Jähriger in Steinfeld (Landkreis Main-Spessart/Bayern) mit einem Beil auf Polizeibeamte losgegangen, wobei niemand verletzt wurde. Die Beamten forderten daraufhin Verstärkung an. Knapp fünf Stunden später wurde der Mann, der aufgrund eines amtlichen Beschlusses eingewiesen werden sollte, von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos überwältigt und in ein Bezirkskrankenhaus gebracht.

Aufgrund seiner psychischen Auffälligkeiten hatte das Landratsamt Main-Spessart einen Beschluss erlassen, den 40-Jährigen erneut amtlich unterzubringen. Da der Mann in der Vergangenheit schon des Öfteren gewalttätig in Erscheinung getreten war, kamen gleich zwei Streifenbesatzungen der Lohrer Polizei, um den Mann in seiner Wohnung in Steinfeld abzuholen.

Um besänftigend auf dem 40-Jährigen einwirken zu können, hatten die Beamten den Bruder des Mannes informiert, der erste Gespräche führte. Allerdings stellte sich schon bei der ersten Kontaktaufnahme heraus, dass der Beschuldigte absolut nicht zugänglich war.

Die Polizei musste sich gewaltsam Zutritt zum Zimmer des Mannes verschaffen. Dort stand der Mann den Einsatzkräften dann mit einem Beil in der Hand gegenüber. Als er dann mit der Axt in Richtung der Polizisten schlug, zogen sich die Beamten aus dem Haus zurück und forderten Unterstützung an.

In der Folge kam ein größeres Aufgebot der Polizei an den Einsatzort. Auch die Verhandlungsgruppe der unterfränkischen Polizei war vor Ort. Aufgrund des gewalttätigen Verhaltens, das der Mann an den Tag gelegt hatte, wurde auch ein Spezialeinsatzkommando angefordert.

Kurz nach 21.00 Uhr wurde der 40-Jährige von Beamten des Spezialeinsatzkommandos in seiner Wohnung überwältigt. Dabei zog sich der 40-Jährige leichte Verletzungen zu, die vor Ort medizinisch versorgt wurden. Die Polizei hatte den Mann zuvor mehrfach aufgefordert, freiwillig aus dem Haus zu kommen. Erst nachdem sich kein Erfolg einstellte, drangen die Beamten des Spezialeinsatzkommandos ein, wobei auch ein Diensthund eingesetzt wurde. Anschließend wurde der 40-Jährige – wie zuvor geplant – in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Die Rettungsleistelle hatte für alle Eventualitäten vorgesorgt und bis zu drei Rettungsfahrzeuge, einen Krankentransportwagen, einen Notarzt und einen Einsatzleiter entsandt. Die Feuerwehr Steinfeld unterstützte die Arbeit der Polizei unter anderem durch die Bereitstellung einer Lichtgiraffe und durch verkehrsregelnde Maßnahmen.

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