Großeinsatz: Explosionsgefahr in Halle


Halle (BF) – Am 13.03. kam es auf Grund eines technischen Defektes einer Niederdruckgasleitung zu einem Großeinsatz der Feuerwehr Halle (Saale). Um 09.45 Uhr wurde in der Freiimfelder Straße eine Gasausströmung festgestellt. Es bestand Explosionsgefahr. Eine Schule musste evakuiert werden.

Mitarbeiter der Energieversorger informierten die Disponenten des Einsatzleitzentrum Halle-Saalekreis, die umgehend den Löschzug der Feuerwache Süd zum Einsatzort beorderte. Wenige Minuten später trafen die Kräfte der Berufsfeuerwehr am Einsatzort ein. Der Einsatzleiter verschaffte sich zunächst einen Überblick von der Situation vor Ort. Aus einer defekten Stichleitung strömte Methan in einem unbekannten Volumen aus und sammelte sich in einer Schule vor Ort. Die defekte Leitung konnte nicht abgeschiebert werden, da diese direkt an der Haupttrasse angeschlossen war. Messungen im Bereich der Schule ergaben, dass sich entzündfähige Gas/Luftkonzentrationen entwickelt hatten. Auf Grund der akuten Explosionsgefahr ordnete der Einsatzleiter die Vollsperrung der Straße sowie die Evakuierung der Schule an.

Weitere Kräfte und Mittel wurden nachgefordert. Eine umfassende Einsatz- und Löschbereitschaft konnte in wenige Minuten sichergestellt werden hergestellt. In Absprache mit der Schulleitung wurden 155 Kinder in eine nahe gelegene Grundschule verbracht, wo diese entsprechend betreut wurden. Einsatzkräfte der Feuerwehr kontrollierten abschließend das Schulgebäude auf eventuelle Nachzügler. 50 weitere Personen aus angrenzenden Gebäuden wurden aufgefordert den Gefahrenbereich zu verlassen. Um mögliche Zündquellen auszuschließen wurde die Stromversorgung großflächig abgestellt.

Die Feuerwehr setzte weitere Kräfte, darunter eine mobile Einsatzleitzentrale, in Bereitschaft, um bei einer eventuellen Explosion sofort handlungsfähig zu sein. Erst nach etwa zwei Stunden gelang es eine provisorische Eindämmung der Gasausströmung.

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