Großeinsatz der Rettungskräfte an Schule in Delmenhorst


Delmenhorst (ots) – Am Dienstag wurden Feuerwehr und Polizei gegen 9.35 Uhr alarmiert, weil Chromschwefelsäure am Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst ausgetreten ist.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzfahrzeuge war der betroffene Gebäudeteil bereits geräumt worden. Die drei Eingänge wurden von Lehrkräften des Gymnasiums im Auge behalten, damit keine Schüler wieder in den betroffenen Bereich hineinlaufen konnten.

In einem Raum der Schule war eine Flasche mit Chromschwefelsäure zu Boden gefallen und geborsten. Rund 500 Milliliter bis zu einem Liter der Säure waren auf dem Boden verteilt. Da bei einem Mitarbeiter der Schule nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er durch Spritzer der Flüssigkeit und Einatmen der Dämpfe verletzt worden sein könnte, kam er zur Sicherheit, nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst, in ein Krankenhaus. Schüler befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht in dem betroffenen Bereich, wo die Flasche heruntergefallen war.

Der Gefahrstoffzug der Feuerwehr Delmenhorst begann nach ersten umfänglichen Erkundungen und Messungen an der Einsatzstelle mit der Bergung der ausgelaufenen Flüssigkeit. Die ausgelaufene Flüssigkeit und die Reste der zerbrochenen Flasche wurden in einem Auffangbehälter sicher verstaut. Zur Unterstützung der Feuerwehr und zur Entsorgung des aufgenommen Gefahrstoffes kam eine Fachfirma zu Einsatz. Diese baute auch den Boden an den betroffenen Stellen aus.

In den anderen Gebäudeteilen des Gymnasiums konnte der Unterricht währenddessen fortgesetzt werden. Während die Feuerwehr sich um die Entsorgung des Gefahrstoffes kümmerte, informierte die Schulleitung die Schülerinnen und Schüler über den Vorfall. Alle Klassen wurden aufgesucht, auch um Ängste wegen der vielen Einsatzkräfte zu nehmen.

Gegen 13.30 Uhr konnte der personalintensive Einsatz der Feuerwehr beendet werden.

Im Einsatz waren rund 70 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Ortsfeuerwehren Stadt, Hasbergen und Süd, ein Leitender Notarzt, ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und ein Fachberater Gefahrstoff.

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