Große Rettungsübung am Frankfurter Flughafen


Frankfurt/Main (DRK) – Am 9. Oktober findet die größte Rettungsübung der letzten Jahrzehnte im Rhein-Main-Gebiet unter der Bezeichnung „SOGRO MANV 500“ statt. Der Titel bedeutet „Sofortrettung bei Großschadenslagen mit einem Massenanfall von 500 verletzten Personen“.

SOGRO ist ein Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte wurde und im Rahmen des Programms zur zivilen Sicherheitsforschung gefördert wird.

Das Übungsszenario umfasst eine Kollision zweier Flugzeuge mit über 500 Passagieren auf der Landebahn Nordwest. Im Rahmen dieser Übung sollen sowohl das Zusammenspiel von medizinischer Versorgung, Transport der Schwerverletzten und die Unterbringung in Krankenhäusern geprobt, als auch die Einbindung der Sicherheitsbehörden optimiert werden. Die Schutzübung läuft in einem realen Zeitrahmen ab, somit wird gleichzeitig der Einsatz einer elektronischen Infrastruktur erprobt, die es ermöglicht, erforderliche Patientendaten in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. Kernpunkt ist die neuartige Triagierung (Sichtung und Einteilung der Verletzten in Dringlichkeitskategorien) mit Funk-Etiketten in farbigen (Arm-) Bändern für die Verletzten statt der bisherigen Verletztenanhängekarten.

„SOGRO MANV 500“ findet außerhalb der Betriebsabläufe des Flughafens statt, der Luftverkehr, der Fahrplan des ÖPNV und der Betrieb der Krankenhäuser werden nicht beeinträchtigt.

Federführend für die Übung sind die Stadt Frankfurt am Main und das Deutsche Rote Kreuz Frankfurt am Main. Die Fraport AG verbindet mit der Aktion ihre alle zwei Jahre stattfindende Notfallübung nach den Richtlinien der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO.

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